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17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress

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17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress

Bild: Ein Tropfen fällt von einem Blatt (Quelle: Pixabay)


Heute möchte ich über die Eindrücke berichten, die ich am 29. und  30. September 2017 vom 1. Wiener Intuitions-Kongress mitgenommen habe. Das Thema Intuition  - unter anderem verstanden als unmittelbare Wahrnehmung oder Eingebung – wurde aus vielen verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Zum Auftakt referierte die Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Regina Morgenstrahl (ehem. Obermayr–Breitfuß), die sich seit rund 30 Jahren mit Intuition beschäftigt, über das Wesen der intuitiven Wahrnehmung und ihre Erkennungsmerkmale. Frau Morgenstrahl beschäftigt sich aus wissenschaftlicher Sicht mit dem Thema Intuition. Sie hat ihre Doktorarbeit dazu geschrieben und diese auch in Buchform veröffentlicht.

Im Laufe des ersten Tages gab es u.a. Impulsreferate zu so unterschiedlichen Aspekten, wie zum Beispiel über die Rolle der Intuition in der Bauwirtschaft, der Medizin, der Theologie oder im Billard- Sport. Der österreichische Profi-Billardspieler Andreas Efler berichtete hier sehr anschaulich und humorvoll darüber, wie er dadurch Spitzenleistungen vollbringen konnte, indem er sich dem „Flow“ anvertraute, dem intuitiven Wissen und Können seines Körpers. Sinngemäß sagte er, dass in solchen Momenten nicht „er“ spielt, sondern “es“ spielt.

Sehr eindrücklich und berührend fand ich auch die Referate und Darbietungen aus den Bereichen Bildhauerei und Musik. Dabei spielte z.B. die Musiktherapeutin Katharina Flückiger, auf ganz speziellen und einzigartigen Instrumenten, wie einer „Klangharfe“, einem „Lithophon“ (so ähnlich wie ein Xylophon, nur aus Stein), oder einem speziellen Streichinstrument (Streichpsalter), das sie mit 2 Bögen strich. Die Musik ging mir richtig „durch und durch“, und ich hatte das Gefühl, dass meine Seele davon unmittelbar berührt wurde.

Gegen Ende des ersten Tages gab es dann noch eine Vorführung des Zauberers und Mentalisten, Dino Dorado. Dieser zeigte auf sehr unterhaltsame, aber doch sehr beeindruckende Weise seine telepathischen Fähigkeiten. Beispielsweise forderte er an einer Stelle eine Dame aus dem Publikum auf, an ein Land außerhalb Europas zu denken, und dieses verdeckt aufzuschreiben. Kurze Zeit darauf ließ er eine andere Dame eine Person aus dem Publikum auswählen, sie zeigte auf mich. Als ich aufstand, sagte der „Zauberer“ zu mir: “Denke bitte an ein Land außerhalb Europas, und sage uns das erste, das dir in den Sinn kommt.“ Das tat ich und in meinem Bewusstsein tauchte klar das Wort „Argentinien“ auf, das ich laut aussprach. Dann ließ er die Dame von vorhin ihr Kärtchen herzeigen. Und darauf stand – „Argentinien“. Wenn ich es nicht schon vorher gewusst hätte, dann hätte ich seit diesem Abend wohl keinen Zweifel mehr daran, dass Gedankenlesen und Telepathie ganz reale Phänomene sind.

Am Vormittag des zweiten Tages fanden vertiefende Workshops zu diversen Themen statt. Ich hatte mich für den Workshop „Sinn-Suche und Sinn-Erfüllung“ angemeldet. Dabei bekamen wir einen interessanten Einblick in die Weltanschauung und Lehre des Neurologen und Psychiaters Viktor Frankl, des Begründers der Logotherapie. Laut Frankl kann der „Sinn“ in einer konkreten Lebenssituation durch die Herzensweisheit oder das „Gewissen“ intuitiv erfasst werden. Besonders beeindruckte mich die Persönlichkeit von Viktor Frankl, der, obwohl er in der Zeit des zweiten Weltkrieges den Aufenthalt in vier Konzentrationslagern überlebte und seine gesamte Familie verlor, trotzdem niemals aufhörte dem Leben mit einer bejahenden Einstellung gegenüber zu stehen.

Am Nachmittag des 2. Tages kamen schließlich neben weiteren Impulsen zu den Themen Intuition im Bereich Raumpflege und Mediation auch noch einige TeilnehmerInnen des Kongresses zu Wort und berichteten über ihre ganz persönlichen intuitiven Erlebnisse.

Übrigens, der Sender ARD-alpha hat vor einigen Jahren eine 13-teilige Dokumentation mit dem Titel „Auf den Spuren der Intuition“ produziert. Der Gestalter dieser Sendereihe Thomas Gonschior, war ebenfalls als Referent auf dem Kongress.

Die Dokumentation kann in der Mediathek von ARD-alpha online angeschaut werden. Hier der Link:
http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/auf-den-spuren-der-intuition/index.html

Im Rückblick kann ich sagen, dass sich der Besuch des Kongresses hundertprozentig ausgezahlt hat. Die Themen waren interessant und vielfältig, die ReferentInnen hochkarätig. Neben viel Information konnte man sich auch eine gute Portion der harmonischen Stimmung mitnehmen, die an beiden Kongresstagen sehr intensiv spürbar war.

Hier auch noch der Link zur offiziellen Seite des Intuitionskongresses. Dort können Sie alle Details zum Programm, den ReferentInnen und InitiatorInnen nachlesen:
https://kongress-intuition.com/

Weitere Artikel betreffend das Thema Intuition in diesem Blog:
01 | Das Ego aus spiritueller Sicht
04 | "Innsaei" - Ein Filmtipp zum Thema Intuition
11 | Herz und Verstand
18 | Vom Wert der Geduld (mit praktischer Übung)
21 | Über die Grenze des Schachbretts
26 | Momo - Buchtipps für den Urlaub 3


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10 | Was macht ein Energetiker eigentlich?

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10 | Was macht ein Energetiker eigentlich?

Bild: Clemens Pistauer arbeitet energetisch mit einer Klientin, indem er sie leicht mit zwei Fingern berührt, Foto: S. Schneeweisz


aktualisiert am 15.01.2019

Die Frage, was ein Energetiker eigentlich genau macht, wird mir immer wieder gestellt. Deshalb dachte ich mir, es wird höchste Zeit für einen Blog-Beitrag dazu.

Also dann: Das Energetiker-Gewerbe ist ein freies Gewerbe nach der österreichischen Gewerbeordnung 1994. Hierzulande sind derzeit mehr als 18.000 Energetikerinnen und Energetiker tätig. Nach dem Gewerbewortlaut ist die Energetik als „Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen und energetischen Ausgewogenheit“definiert. Es gibt drei Unterkategorien, nämlich Human-Energetik (arbeitet mit Menschen), Tier-Energetik und Lebensraum Consulting (Raum-Energetik). Ich persönlich arbeite zurzeit sowohl mit Menschen, als auch mit Tieren.

"Freies Gewerbe" bedeutet, dass man, um Energetikerin oder Energetiker zu sein, grundsätzlich keinen speziellen Nachweis einer beruflichen Qualifikation erbringen muss. Das heißt natürlich nicht, dass die meisten von uns nicht mitunter sehr umfangreiche und zeitintensive Ausbildungen in ihren jeweiligen Spezialgebieten absolviert haben. Um die Wahrnehmung des Energetikergewerbes als professionellen Berufsstand und dessen Wertschätzung in der Öffentlichkeit zu erhöhen, hat die Berufsgruppe Humanenergetik in der Wirtschaftskammer Österreich im Herbst 2016 ein selbst auferlegtes freiwilliges Qualitätssicherungsprogramm in drei Schritten präsentiert. Es umfasst den Nachweis der allgemeinen beruflichen Qualifikation als Human-Energetikerin bzw. Human-Energetiker mittels dreier Qualitätsabzeichen - Bronze, Silber und Gold. Je nach Stufe müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt und Nachweise erbracht werden.

Grundsätzlich ist der Anwendungsbereich der Energetik sehr breit. Unter die Human-Energetik fallen zum Beispiel Methoden wie Bachblütenberatung, Cranio-Sakrale Energiearbeit, Kinesiologie oder die energetische Arbeit mit Edelsteinen. Seit der jüngsten Überarbeitung des Berufsbildes gibt es keine lange Aufzählung der einzelnen Methoden mehr, sondern rund ein Dutzend allgemein zusammengefasste Kategorien, in die die unterschiedlichen Methoden fallen. Die von mir angewandten Methoden der Quantenheilung beziehungsweise von Matrix Energetics können beispielsweise in die Kategorien „sanfte Berührung“  bzw. “Energiearbeit in der Aura“ eingeordnet werden. Unter „Aura“ versteht man das Energiefeld, das unseren Körper umgibt.

Näheres zu den von mir angewandten Methoden der Quantenheilung und von Matrix Energetics können Sie hier nachlesen. Das Wort Quantenheilung hat übrigens nichts mit "Heilung" zu tun, wie sie in der Medizin verstanden wird. Quantenheilung ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Der US-amerikanische Chiropraktiker und spirituelle Lehrer Dr. Frank Kinslow nannte seine Methode „Quantum Entrainment“. Das wird in den deutschsprachigen Ausgaben seiner Bücher mit "Quantenheilung" übersetzt. Ich persönlich halte diese Übersetzung für ein wenig unglücklich, allerdings hat sich dieser Begriff bei uns eingebürgert. Man könnte "Quantum Entrainment" zum Beispiel auch mit „Quantenströmen“ übersetzen, was dem dynamischen und transformierenden Element dieser Methode Rechnung tragen würde.

Mehr über die praktischen Aspekte bei der Arbeit mit Quantenheilung und Matrix Energetics finden Sie im Blog-Artikel “27 | Fehlende Köpfe und fliegende Teppiche – wie sich Energetik anfühlen kann“. Dort berichten meine Klientinnen und Klienten und auch ich über unsere ganz persönlichen Erfahrungen bei energetischen Sitzungen. Beispiele dafür sind Kribbeln und Wärme in bestimmten Körperteilen, das Gefühl von innerer Leichtigkeit, schlaglichtartige Inspirationen und die bewusste Wahrnehmung des Strömens von Energien.

À propos Strömen: Das Arbeitsfeld von Energetikerinnen und Energetikern und die Grenzziehung zu anderen Berufsgruppen lässt sich auch gut mit dem sogenannten “3-Ebenen-Modell der Energetik” veranschaulichen. Im Blog-Artikel “12 | Quantenheilung und das 3-Ebenen Modell der Energetik” können Sie eine ausführliche Beschreibung dieses Modells nachlesen. Dabei begegnet Ihnen unter anderem fließendes Wasser, ein Springbrunnen und ein Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer.


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