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18 | Vom Wert der Geduld

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18 | Vom Wert der Geduld

Bild: Eine kleine Schafherde in einer herbstlich nebeligen Landschaft (Quelle Pixabay)


Ich weiß ja nicht, wie Sie die letzten Wochen empfunden haben. Für mich war der November ein sehr anstrengender und herausfordernder Monat. Ich hatte das Gefühl, phasenweise extrem wenig Energie zu haben (Ja, das kommt auch bei Energetikern vor). Viele Dinge, die ich vorhatte, konnte ich nicht so wie geplant umsetzen – alles zog sich irgendwie in die Länge. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass es gar nichts nützen würde, mit mehr Druck an die Sache heranzugehen. Energetisch gesehen herrschte meiner Meinung nach die letzten zwei Wochen „Sturm“. Während dieser Zeit machte ich etwas, dass bei einem Sturm vielleicht ganz klug ist. Ich ging „ins Haus und machte die Fenster und Türen dicht“ und wartete ab.

In dieser Zeit des Rückzugs hatte ich reichlich Gelegenheit, über das Thema Geduld nachzudenken. Ein sehr schwieriges Thema für mich, da ich mich prinzipiell als ungeduldigen Menschen ansehe. Das Titelbild mit den Schafen habe ich übrigens ausgewählt, weil ich Schafe für sehr geduldige und liebenswürdige Tiere halte.

Vielleicht ist die Erde ja gerade der ideale Ort dafür, um Geduld zu lernen. Die Dinge entwickeln sich hier langsam und alles ist schwer und dicht. Die Widerstände sind sehr groß. Wenn es einen guten Ort gibt, an dem man die Fähigkeit der Geduld erlernen kann, dann hier.

Mittlerweile denke ich, dass uns manchmal auch gar nicht viel anderes übrig bleibt, als mit Geduld an die Dinge heranzugehen. Denn in Wirklichkeit können wir – jedenfalls meiner Ansicht nach – ohnehin nichts erzwingen. Wenn man zu viel Druck ausübt, dann kann man höchstens etwas damit zerstören. Dieser „Zwang“ löst dann sehr unerwünschte Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen aus. Diese Wirkungen bekommen nicht nur andere, sondern direkt oder über Umwege auch wir selbst zu spüren. Wir ernten dann also, was wir gesät haben.

In diesem Zusammenhang ist mir dann auch wieder ein Sprichwort aus China eingefallen: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn wir daran ziehen.“ Natürlich heißt das nicht, dass wir alles erdulden, alles aushalten oder uns alles gefallen lassen müssen. Manchmal ist entschlossenes Handeln gefragt. Die Schwierigkeit besteht nur darin, zu unterscheiden, wann es geboten ist zu handeln, und wann es klüger ist abzuwarten. Da hilft uns unsere „innere Stimme“, die Stimme unserer inneren Weisheit, also der Intuition weiter. Sie können sich mit der Stimme Ihrer Intuition in Verbindung setzen, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das energetisch- spirituelle Zentrum in der Mitte Ihres Körpers auf Höhe des Herzens richten.

Wenn Sie sich einmal in einem geeigneten Augenblick ein paar Minuten ruhig hinsetzen und Ihre Aufmerksamkeit dorthin lenken, dann kommen Sie mit Ihrer „Inneren Weisheit“ und Ihrem „Inneren Wissen“  in Kontakt. Versuchen Sie es einmal bei Gelegenheit – es zahlt sich aus! Sie brauchen nichts weiter zu tun, als sich zum Beispiel entspannt auf einen Stuhl zu setzen und darauf zu achten, dass sie Ihre Fußsohlen gut am Boden spüren – also gut geerdet sind. Dann atmen Sie ein paar Mal tief ein und aus und richten Ihre Aufmerksamkeit ganz sanft auf dieses energetisch-spirituelle Zentrum in der Mitte Ihrer Brust auf Höhe des Herzens. Bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit so lange dort, wie  es Ihnen angenehm ist. Zwei bis fünf Minuten genügen völlig. Falls Gedanken auftreten, die Sie abzulenken beginnen, macht das gar nichts. Das ist ganz natürlich. Kehren Sie dann einfach mit Ihrer Aufmerksamkeit wieder in das energetische Herzzentrum zurück. Wenn Sie spüren, dass es genug ist, dann nehmen Sie wieder ein paar tiefe Atemzüge und schließen die Übung ab. Beobachten Sie dann, ob Sie eine Veränderung im Vergleich zu vor der Übung wahrnehmen. Kontaktieren Sie mich gerne per Email oder telefonisch, wenn Sie Fragen, Anregungen oder Feedback zu dieser Übung oder diesem Artikel haben.

Liebe Grüße und eine schöne, ruhige und besinnliche Weihnachtszeit.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Intuition

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16 | Eine Übung für leichtes Einschlafen

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16 | Eine Übung für leichtes Einschlafen

Bild: schwarz-weiß Foto einer schlafenden Frau (Quelle: Pixabay)


Kennen Sie das auch? Sie liegen am Abend im Bett, sind eh hundemüde, und können aber trotzdem nicht einschlafen. Die Gedanken gehen im Kreis und irgendwie fühlen Sie sich aufgekratzt, trotz Erschöpfung. Oder Sie gehören zu jenen Menschen, die in der Nacht oder am frühen Morgen aufwachen und dann einfach nicht mehr einschlafen können? Mir geht es immer wieder einmal so. Im Laufe der Zeit habe ich eine sehr nützliche Übung kennengelernt, mit der ich zumeist rasch einschlafen kann. Sie dauert nicht lang und kann im Bett liegend gemacht werden.

Hier ist sie: Ich liege in meinem Bett auf dem Rücken. Nun richte ich meine Aufmerksamkeit auf den Innenraum meines Körpers. Dann beginne ich in Gedanken durch meinen Körper zu wandern. D.h. ich lege meine innere Aufmerksamkeit nacheinander auf oder besser gesagt „in“ bestimmte Bereiche meines Körpers. Sehr bewehrt hat sich diese Reihenfolge: Ich beginne bei den Füßen. Ich lege also meine Aufmerksamkeit in meine Füße und versuche, sie richtig gut (von innen her) zu spüren. Dann folgen die Knöchel, Unterschenkel, Knie und Oberschenkel. In jedem dieser Bereiche bleibe ich einige Sekunden.

Jetzt wird es gefinkelt: Nach den Oberschenkeln gehe ich von unten kommend durch den hinteren (also im Liegen den „unteren“) Teil des Oberkörpers. Ich beginne mit dem Popo, dann kommt die Nierengegend, dann der mittlere Rücken, der obere Rücken und schließlich die Schultern. Nun geht es durch die Arme nach unten, also Oberarme, Ellenbogen, Unterarme, Handgelenke und Hände. In jedem dieser Bereiche bleibe ich wieder einige Sekunden mit meiner Aufmerksamkeit. Nach den Händen hüpfe ich zum Genital- / Unterbauchbereich. Von dort aus gehe ich jetzt die vordere Seite des Oberkörpers durch. Nach dem Unterbauch kommt die Nabelgegend, der Solarplexus und dann der Brustbereich. Wenn ich bei den Schultern angekommen bin und der Oberkörper komplett ist, dann kommt der Halsbereich und schließlich der Kopf.

Oft beginne ich schon während der Übung einzuschlafen – interessanterweise sehr oft, während ich mit der Aufmerksamkeit die Rückseite des Oberkörpers hinauf wandere.

Spätestens, wenn ich einmal den ganzen Körper durch bin, bin ich schon so müde, dass ich einschlafe. Wenn meine Gedanken während der Übung abschweifen, dann gehe ich mit der Aufmerksamkeit in den Körperteil zurück, wo ich vor dem Abschweifen war - und mache einfach weiter. Ich gehe mit keiner bestimmten Absicht durch den Körper. Ich bin einfach mit meiner Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt und im jeweiligen Körperteil ganz präsent.

Noch ein Hinweis: Die Übung erfordert keine geistige Anspannung oder Anstrengung. Je entspannter und lockerer, desto besser. Sie können die Übung natürlich so schnell oder langsam machen, wie es für Sie angenehm ist. Die obige Beschreibung mit einigen Sekunden pro Körperregion ist ein Vorschlag von mir. Wenn Sie manche Bereiche Ihres Körpers nicht so gut spüren oder wahrnehmen wie andere, dann macht das gar nichts.

Berichten Sie mir gerne wie Sie die Übung gefunden haben.
Liebe Grüße und angenehmen Schlaf!

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11 | Herz und Verstand

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11 | Herz und Verstand

Bild: Ein grüner und ein blauer Kreis überschneiden einander und bilden in der Mitte eine grün-blaue  Schnittmenge, von Clemens Pistauer


Wir brauchen, um hier auf der Erde harmonisch und in Frieden miteinander leben zu können, meiner Meinung nach sowohl unseren Verstand, als auch unser Herz (das Gefühl, unsere Intuition, innere Stimme, …). Wenn wir versuchen, unsere Probleme nur mit unserem Verstand zu lösen, dann gleichen wir einer Person, die versucht, sich nur mit einem Bein fort zu bewegen. Das ist einseitig und außerdem anstrengend. Es könnte sein, dass wir dabei öfters als nötig auf die Nase fallen.

In letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, wozu der Verstand eigentlich da ist. Meiner Ansicht nach hilft er uns, Unterscheidungen zu treffen und uns in dieser komplexen Welt voller (scheinbarer?) Widersprüche zurecht zu finden. Er hilft uns, Gesetzmäßigkeiten und Muster in der Natur und unserer Gesellschaft zu erkennen und auch selbst Strukturen, Muster und Systeme zu schaffen. Kurz gesagt: der Verstand ist „Spezialist“ für die Unterscheidung und das Trennende. Die Trennung allerdings, die der Verstand betont und sichtbar macht, besteht meiner Ansicht nach nur an der Oberfläche. In Wirklichkeit sind alle Dinge, Menschen, Tiere, die Erde und unser Sonnensystem eingebettet in etwas sehr Weites und Großes, das unser Verstand in seinem gewöhnlichen Zustand nicht zu fassen vermag. Das heißt aber noch nicht, dass eine solche Einheit nicht doch vorhanden wäre.

Das Gefühl beziehungsweise das „Herz“ kann uns mit der oben erwähnten  Einheit in Verbindung bringen und uns diese Einheit spüren lassen. Auf physischer Ebene offenbart sich für mich diese Einheit zum Beispiel darin, dass wir keine paar Minuten lang überleben könnten, wenn die Dinge tatsächlich alle getrennt voneinander wären. Die Tatsache, dass wir Luft zum Atmen und Nahrung brauchen zeigt, dass alles ständig interagiert und wechselseitige Beziehungen und Abhängigkeiten bestehen.

Erst Herz und Verstand zusammen geben uns die Möglichkeit, in Balance und ausgewogen zu sein. Wahrnehmung mit Hilfe von beiden ergibt das „ganze Bild“. Sie können dazu ein kleines Experiment machen: Probieren Sie einmal aus, sich abwechselnd das rechte beziehungsweise linke Auge zu zuhalten. Dann sehen Sie jeweils aus der Perspektive eines Auges. Aber erst, wenn Sie mit beiden Augen gleichzeitig schauen ist das Bild einerseits weiter und außerdem viel räumlicher. Das heißt, Sie nehmen die Realität viel mehr in die Tiefe gehend und multidimensionaler war. Das Gleiche passiert, wenn wir im täglichen Leben, z.B. beim Treffen von Entscheidungen, unseren Verstand und unser Gefühl einsetzen. Unser Spielraum erweitert sich und wir kommen zu ausgewogeneren und auch im Gesamtkontext stimmigen Ergebnissen.

Sehen Sie das auch so, oder vielleicht ganz anders? Sie können unten einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich sehr über Ihre Meinung, auch wenn sie von meiner abweicht!

Lesen sie hier mehr zum Thema „Herz“ bzw. Intuition

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