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Ewigkeit

29 | Über die Grenze des Messbaren... 1

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29 | Über die Grenze des Messbaren... 1

Bild: Kuppel des PAN-STARRS Teleskops des Haleakala Observatoriums auf Hawaii. Im Hintergrund ein Nebelmeer und der offene Himmel bei Dämmerung. (Quelle: Pixabay)


„Wie alt sind Sie?“

Werden Sie auch immer wieder einmal gefragt, wie alt Sie sind? Ich habe mir fix vorgenommen, dass ich das nächste Mal, wenn ich diese Frage gestellt bekomme, antworten werde: “Ich bin uralt und ewig jung.“ Das ist - jedenfalls aus meinem Blickwinkel – die reine Wahrheit. Vermutlich werde ich mit einer solchen Antwort Kopfschütteln hervorrufen. Der Grund für diese Antwort ist, dass ich mich nämlich nicht mit meinem physischen Körper identifiziere, sondern mich als Seele sehe mit einem ewigen und unsterblichen Kern aus lebendigem Bewusstsein. Meiner Meinung nach bin ich hier auf der Erde, weil ich mich dafür entschieden habe, in einem menschlichen Körper Erfahrungen zu machen und Eindrücke zu sammeln.

Wenn ich auf die Frage: “Wie alt sind Sie?“ antworten würde: “Ich bin 42“, dann würde ich mich mit dem Alter meines physischen Körpers identifizieren, bzw. mit seiner Lebensspanne hier auf der Erde.

Natürlich kann ich nicht beweisen, dass es so etwas wie eine Seele gibt. Ich bin zu dieser sehr persönlichen Erkenntnis durch jahrelange Beschäftigung mit religiösen und spirituellen Themen gekommen. Außerdem hat mich meine Intuition dabei unterstützt. Ich verstehe unter Intuition die gefühlsmäßige Wahrnehmung der Realität, so wie sie ist - abseits von Vorstellungen, Glaubenssätzen, Konzepten, Wünschen und Ideen. Selbstverständlich respektiere ich auch Ihre Ansicht, wenn Sie jetzt zu mir sagen: „Das ist alles schön und gut, aber reine Spekulation.“ Ja, in einem klassisch, naturwissenschaftlichen Sinn ist das richtig. Allerdings kann auch niemand beweisen, dass es keine Seele gibt.


Über die Grenze des Messbaren

Was ich im allgemeinen Diskurs derzeit ein wenig irritierend finde, ist, dass seitens mancher Vertreter der Naturwissenschaften anscheinend die Ansicht besteht: „Was wir nicht messen können, das existiert auch nicht.“ Jedenfalls nehme ich das so wahr.

Ich weiß, dass dies ein heikles Thema ist. Ich habe selbst einen sehr wissenschaftlichen Zugang zu den Dingen, vielleicht auch auf Grund meines juristischen Studiums. Meiner Meinung nach sollte man immer versuchen, den Phänomenen soweit wie möglich auf den Grund zu gehen. Allerdings halte ich es nicht für zulässig, pauschal zu behaupten: „Phänomene wie Telepathie, intuitive Wahrnehmung oder eine Seele im spirituellen Sinn kann man nicht messen, deshalb existieren sie auch nicht.“ Das wäre meiner Ansicht nach zu kurz gegriffen.

Betrachten wir beispielsweise Gravitationswellen. Ihre Existenz wurde 1916 von Albert Einstein postuliert*. Ende der 1970er Jahre wurden Sie erstmals indirekt durch die Messungen an einem Doppelsternsystem (PSR B1913+16) bestätigt. Erstmals direkt gemessen wurden Gravitationswellen am 14.9.2015 im „Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory“ (LIGO) in den USA**. Man kann sie nun also nachweisen. Allerdings haben sie auch bereits vorher existiert!

Ein anderes Beispiel: Am 28.2.2019 kam über den ORF die Meldung, dass Forscher herausgefunden haben, dass die Atmosphäre der Erde sich allem Anschein nach viel weiter in den Weltraum erstreckt, als bisher angenommen*** und sogar den Mond einschließt. Auch das war, wenn es so ist und gemessen werden kann, ebenfalls bereits vorher so.

Ich finde, dass sich etablierte Wissenschaften, Parawissenschaften**** und uraltes spirituelles Erfahrungswissen der Menschheit offen und konstruktiv austauschen und auf einander zubewegen sollten. Das ist wie gesagt eine heikle Sache. Natürlich ist das menschliche Ego auch so gestrickt, dass es immer wieder dazu tendiert, unklare Situationen für sich und zu seinem Vorteil auszunutzen. Scharlatanerie, Unehrlichkeit und sonstige von unserem Ego motivierte Verhaltensweisen kommen ohne Zweifel in allen Bereichen unserer Zivilisation vor. Trotzdem muss klar gestellt werden, dass nicht jede Person, die behauptet, Dinge wahrnehmen zu können, die andere nicht wahrnehmen, ein Scharlatan oder ähnliches ist!

Mit der Thematik der Grenzen unserer Wahrnehmung und unseres Verstandes habe ich mich auch schon im Blog-Artikel „21 | Über die Grenze des Schachbretts“ beschäftigt. Im Bereich der Energetik ist dieses Thema natürlich auch allgegenwärtig. Manche Menschen sagen, dass energetische Arbeit nicht nachweisbar und reiner Humbug ist. Ich weise in meinem Aufklärungsbogen für Klienten und auf meiner Website ausdrücklich darauf hin, dass meine energetische Arbeit auf keiner naturwissenschaftlich überprüfbaren Grundlage beruht. Das ist der derzeitige Stand, der sich aber vielleicht eines Tages ändert.


Ein Unentschieden

Nun noch einmal zurück zum Anfang dieses Artikels und zu der Frage, ob es eine Seele geben könnte, die aus einem Bereich jenseits von Raum und Zeit kommt und ein unsterblicher, ewiger Anteil an universellem Bewusstsein ist. Ich kann das nicht beweisen, aber wie schon erwähnt, kann mir auch niemand beweisen, dass es nicht so ist. Fairerweise müsste man hier also sagen: „Wir wissen es alle nicht genau.“ Im Schach würde man von einem „Patt“ sprechen. Es geht mir hier nicht in erster Linie darum, wer recht hat, sondern darum, dass wir uns alle miteinander mit mehr wechselseitiger Toleranz begegnen sollten.

Ein schwarzer und ein weißer König stehen einander auf einem Schachbrett in Patt-Stellung gegenüber. (Foto: Clemens Pistauer / Erwin Sovkov)

Ein schwarzer und ein weißer König stehen einander auf einem Schachbrett in Patt-Stellung gegenüber. (Foto: Clemens Pistauer / Erwin Sovkov)

Hier noch ein Buchtipp:

  • Stephen Hawking: „Kurze Antworten auf große Fragen“ (ISBN-13: 978-3608963762) – auch als Hörbuch erhältlich

Das Buch von Herrn Hawking gab mir auch einige wertvolle Impulse für diesen Artikel. Es liefert – finde ich – einen interessanten und aufschlussreichen Einblick in die Denkweise und die Weltsicht eines bemerkenswerten Menschen und Naturwissenschaftlers.

Wie denken Sie über diesen Artikel? Ihre Meinung interessiert mich. Also wenn Sie möchten, hinterlassen Sie mir unten einen Kommentar.

In diesem Sinne: Erforschen wir gemeinsam die Wunder der Schöpfung, jede und jeder auf ihre oder seine Weise.

Herzliche - nicht messbare - Grüße!

Clemens P.

Die Fortsetzung dieses Artikels können Sie im Blog-Artikel “30 | Über die Grenze des Messbaren... 2” lesen.

* Siehe:

** Siehe: https://www.mpifr-bonn.mpg.de/4029450/Gravitationswellen.pdf

*** Siehe: https://science.orf.at/stories/2967191

**** Parawissenschaften. (griechisch para- „neben, darüber hinaus“). Der Ausdruck bezeichnet Erkenntnisansprüche am Rande oder außerhalb der akademisch etablierten Wissenschaften. (https://de.wikipedia.org/wiki/Parawissenschaft)



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01 | Das Ego aus spiritueller Sicht
02 | Geschichte vom Mann, seinem Sohn und dem Pony
09 | Werden, Vergehen und Ewigkeit
11 | Herz und Verstand
23 | Aus dem Nichts?
27 | Fehlende Köpfe und fliegende Teppiche – wie sich Energetik anfühlen kann


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23 | Aus dem Nichts?

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23 | Aus dem Nichts?

Bild: Indigoblauer Sternenhimmel. Horizontal über das Bild erstreckt sich ein Spiralarm unserer Milchstrasse. (Quelle: Pixabay)


Heute wieder einmal ein Gedicht. Ich habe versucht, darin "Ahnungen" festzuhalten, die unlängst in mir aufgestiegen sind. Nachdem ich nichts davon mit Gewissheit sagen kann, habe ich es in Form von Fragen formuliert. Mögen Sie Ihre eigenen Antworten finden ... .

Aus dem Nichts?

Da ist eine Quelle -
Sie sprudelt aus dem Nichts.

Aus dem Nichts entsteht ein neues Universum.
Und nicht nur das …
… Wesen aller Art bevölkern es.
Woher kommen sie? Was belebt sie?

Was ist dieses "Nichts"?
Wer weiss es?

Sind wir alle dieses "Nichts"?
Unheimlich mag das scheinen …
… aus dem Nichts zu kommen.
Oder ganz vertraut ...

Erkennt das Nichts sich selbst?
Wird es sich seiner Selbst bewusst?

Ist es ein Nichts, wenn es alles enthält?

 

Einen wunderschönen Sommer!

Clemens Pistauer

 

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03 | Das Leben als Geschenk?
05 | Himmel, Hölle und Humor
09 | Werden, Vergehen und Ewigkeit
13 | So nah und doch so weit... - energetische Arbeit aus der Ferne
19 | 1 und Vieles


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21 | Über die Grenze des Schachbretts

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21 | Über die Grenze des Schachbretts

Bild: Ein Schachbrett in Grundaufstellung steht idyllisch auf einem Bootssteg in einem dunkelgrünen Gewässer. Im Hintergrund wächst Schilf.(Quelle: Pixabay)


Spielen Sie Schach? Wenn ja – ausgezeichnet. Wenn nein, dann wird Sie dieser Artikel vielleicht trotzdem interessieren. Ich beschäftige mich darin nicht mit den Feinheiten des Schachspiels, sondern damit, was uns ein Schachbrett möglicherweise über unseren Verstand mitteilen kann.

Im Allgemeinen wird das Schachspiel ja als ausgezeichnetes Training für den Intellekt betrachtet. Warum ist das so? Was können wir von einem Schachbrett über den Verstand und seine Grenzen lernen?

 Zunächst kann man wohl sagen, dass das Prinzip des Schachspiels auf einer Zweiteilung beruht. Es gibt schwarze und weiße Felder und schwarze und weiße Figuren, die sich auf dem Brett bewegen.

Damit bildet das Schachspiel meiner Ansicht nach ganz wunderbar eine der Funktionen bzw. einen hauptsächlichen „Arbeitsauftrag“ unseres Verstandes ab. Der Verstand ist nämlich ein Experte fürs Unterscheiden. Mit  Hilfe des Verstandes können wir Grenzlinien ziehen, Kategorien bilden und „Schubladen“ schaffen, in welche wir die verschiedenen "Dinge" einordnen können. Der Intellekt hilft uns, Ordnung in die Welt zu bringen, die wir bewohnen. Als Werkzeug könnte man ihn eventuell mit einem Messer vergleichen. Mit einem Messer kann man Sachen zertrennen und zuschneiden, sie aber nicht zusammenfügen. Der Verstand tut sich leicht damit, Unterschiede zu erkennen. Mit Konzepten wie Einheit, Unendlichkeit und Ewigkeit hat er dagegen Probleme. Darum sagen wir ja auch umgangssprachlich: „Das Unendliche kann man sich nicht vorstellen.“

Nun zurück zu unserem Schachbrett: Das Schachbrett mit seinen 64 schwarzen und weißen Feldern bildet ein kleines Universum für sich. Es gibt nahezu unbegrenzte Zugmöglichkeiten. Auf einem Schachbrett herrschen ganz klare Regeln. Das Brett und die Regeln des Spiels bilden ein in sich geschlossenes System, wobei geschlagene Figuren für diesen Vergleich auch noch zum System gehören. Aber es gibt - wie das Foto dieses Artikels deutlich machen soll - auch einen Bereich außerhalb des Bretts und um das Brett herum. So ähnlich ist es auch mit unserem Verstand. Er ist der Herr in seinem eigenen Reich, kann aber keine zuverlässigen Aussagen darüber treffen, was sich außerhalb der Grenzen seines "Reiches" befindet. Nur, weil er über diese Bereiche nichts aussagen kann heißt es aber noch nicht, dass dort nichts ist. Hier nähern wir uns dem Bereich der Intuition. Ich verstehe unter Intuition die unmittelbare Wahrnehmung der Realität, wie sie ist, abseits von Ideen, Wünschen oder Konzepten.

Immer öfter kommt es vor, dass ich etwas weiß, ohne es intellektuell oder durch die Wahrnehmung meiner fünf Sinne begründen zu können. Dann fragt der Verstand sofort: „Woher weißt du das? Wo ist der Beweis dafür?“ Dann kann ich nur antworten: „Ich weiß es einfach.“

Für gewisse Aufgaben ist der Verstand wunderbar geeignet, aber eben nicht für alles kompetent bzw. die alleinige Instanz. Wenn wir ein Schachbrett als Symbol für das „Reich des Verstandes“ ansehen, könnten wir sagen, dass sich die intuitive Wahrnehmung außerhalb des Schachbretts befindet. Sie ist aber dennoch real und gültig. Ich habe das schon so oft erlebt, dass ich das ruhigen Gewissens sagen kann.

Zum Schluss sicherheitshalber noch eine Klarstellung: Ich habe überhaupt nichts gegen den Verstand. Wir brauchen ihn für unser Leben und Überleben hier auf der Erde. Er ist ein sehr nützliches, vielleicht sogar unentbehrliches  Hilfsmittel, aber er ist nicht der „Master of the Universe“, als der er manchmal gesehen wird.  Ohne den beratenden Einfluss der Intuition, die eine direkte Verbindung zu den größeren Zusammenhängen hat, kann er sogar zum „Master of Desaster“ werden. Darum brauchen wir beides – Intuition und Verstand.

Wie sehen Sie das? Waren Sie auch schon manchmal in einer Situation, in der Sie etwas einfach wussten, ohne es mit Ihrem Verstand begründen zu können? Oder hat Ihr Verstand sogar gesagt: „Nein, das kann nicht sein!“? Wenn Sie wollen, dann hinterlassen Sie Ihre Erfahrungen als Kommentar im Anschluss an diesen Artikel.

Dann können alle anderen LeserInnen und auch ich davon profitieren.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Intuition

Passend zu diesem Artikel finden Sie hier weiterführende Informationen:
1 | Herz und Verstand
17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress
28 | Eine Frage des Blickwinkels!
29 | Über die Grenze des Messbaren… 1
31 | Mit dem Unerwarteten rechnen

Und als Kontrast:
19 | 1 und Vieles


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19 | 1 und Vieles

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19 | 1 und Vieles

Bild: Von einem Zentrum ausgehend breiten sich Wellen kreisförmig in einem Gewässer aus, das in einer winterlichen Landschaft liegt (Quelle: Pixabay)


Dieses Gedicht ist mir in den ersten Tagen dieses neuen Jahres "ein gefallen":

 

1 und Vieles

Da ist 1.
1 bringt aus sich selbst Vieles hervor,
weil es das kann
und weil es das möchte.
1 experimentiert.

In allem was 1 hervorbringt, ist 1.
1 freut sich an seinen Schöpfungen.
1 erfährt sich selbst durch seine Schöpfungen.
Ist die Erfahrung gemacht, verschwindet die Schöpfung  wieder.
Was bleibt ist 1.

1 ist.
Du bist 1, ich bin 1, wir sind 1.

 

Ein gutes und segensreiches Jahr 2018!

Mit einer ähnlichen Thematik beschäftigt sich auch der Blog-Artikel Nummer
"9 | Werden, Vergehen und Ewigkeit".


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01 | Das Ego aus spiritueller Sicht
03 | Das Leben als Geschenk?
07 | Auf der Durchreise
12 | Quantenheilung und das 3-Ebenen Modell der Energetik
23 | Aus dem Nichts?


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11 | Herz und Verstand

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11 | Herz und Verstand

Bild: Ein grüner und ein blauer Kreis überschneiden einander und bilden in der Mitte eine grün-blaue  Schnittmenge, von Clemens Pistauer


Wir brauchen, um hier auf der Erde harmonisch und in Frieden miteinander leben zu können, meiner Meinung nach sowohl unseren Verstand, als auch unser Herz (das Gefühl, unsere Intuition, innere Stimme, …). Wenn wir versuchen, unsere Probleme nur mit unserem Verstand zu lösen, dann gleichen wir einer Person, die versucht, sich nur mit einem Bein fort zu bewegen. Das ist einseitig und außerdem anstrengend. Es könnte sein, dass wir dabei öfters als nötig auf die Nase fallen.

In letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, wozu der Verstand eigentlich da ist. Meiner Ansicht nach hilft er uns, Unterscheidungen zu treffen und uns in dieser komplexen Welt voller (scheinbarer?) Widersprüche zurecht zu finden. Er hilft uns, Gesetzmäßigkeiten und Muster in der Natur und unserer Gesellschaft zu erkennen und auch selbst Strukturen, Muster und Systeme zu schaffen. Kurz gesagt: der Verstand ist „Spezialist“ für die Unterscheidung und das Trennende. Die Trennung allerdings, die der Verstand betont und sichtbar macht, besteht meiner Ansicht nach nur an der Oberfläche. In Wirklichkeit sind alle Dinge, Menschen, Tiere, die Erde und unser Sonnensystem eingebettet in etwas sehr Weites und Großes, das unser Verstand in seinem gewöhnlichen Zustand nicht zu fassen vermag. Das heißt aber noch nicht, dass eine solche Einheit nicht doch vorhanden wäre.

Das Gefühl beziehungsweise das „Herz“ kann uns mit der oben erwähnten  Einheit in Verbindung bringen und uns diese Einheit spüren lassen. Auf physischer Ebene offenbart sich für mich diese Einheit zum Beispiel darin, dass wir keine paar Minuten lang überleben könnten, wenn die Dinge tatsächlich alle getrennt voneinander wären. Die Tatsache, dass wir Luft zum Atmen und Nahrung brauchen zeigt, dass alles ständig interagiert und wechselseitige Beziehungen und Abhängigkeiten bestehen.

Erst Herz und Verstand zusammen geben uns die Möglichkeit, in Balance und ausgewogen zu sein. Wahrnehmung mit Hilfe von beiden ergibt das „ganze Bild“. Sie können dazu ein kleines Experiment machen: Probieren Sie einmal aus, sich abwechselnd das rechte beziehungsweise linke Auge zu zuhalten. Dann sehen Sie jeweils aus der Perspektive eines Auges. Aber erst, wenn Sie mit beiden Augen gleichzeitig schauen ist das Bild einerseits weiter und außerdem viel räumlicher. Das heißt, Sie nehmen die Realität viel mehr in die Tiefe gehend und multidimensionaler war. Das Gleiche passiert, wenn wir im täglichen Leben, z.B. beim Treffen von Entscheidungen, unseren Verstand und unser Gefühl einsetzen. Unser Spielraum erweitert sich und wir kommen zu ausgewogeneren und auch im Gesamtkontext stimmigen Ergebnissen.

Sehen Sie das auch so, oder vielleicht ganz anders? Sie können unten einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich sehr über Ihre Meinung, auch wenn sie von meiner abweicht!

Lesen sie hier mehr zum Thema „Herz“ bzw. Intuition

Weitere Artikel zum Thema Intuition in diesem Blog:
01 | Das Ego aus spiritueller Sicht
02 | Geschichte vom Mann, seinem Sohn und dem Pony
04 | "Innsaei" - Ein Filmtipp zum Thema Intuition
17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress
19 | 1 und Vieles
28 | Eine Frage des Blickwinkels!


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09 | Werden, Vergehen und Ewigkeit

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09 | Werden, Vergehen und Ewigkeit

Bild: Zwei kollidierende Spiralgalaxien im Sternbild “Großer Hund”. (Quelle: pixabay)


Unlängst kamen mir einige Gedanken zum Thema „Werden, Vergehen, und Ewigkeit“. Früher dachte ich mir oft, alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende. Das Leben hat einen Anfang und das Leben hat ein Ende. Und was ist davor? Und was danach? Irgendwann kam mir dann dieser neue Gedanke: Wie wäre es, wenn wir alle bereits in der Ewigkeit leben? Wie wäre es, wenn das Leben, das „Sein“, einfach da „ist“. Wie wäre es, wenn es gar keinen Anfang und kein Ende gäbe? Wie wäre es, wenn das Leben, das Sein, aus sich selbst heraus und aus purer Freude Schöpfungen hervorbringt, und sie beseelt? Wie wäre es, wenn es dabei um eine Erfahrung ginge, um die Realisierung einer Möglichkeit? Und wenn die Erfahrung gemacht wurde, also die Möglichkeit ausgeschöpft ist, dann verschwindet die Schöpfung wieder, weil sie ihren Zweck erfüllt hat. So wie ein Schneemann, den wir im Winter gebaut haben, und an dem wir unsere Freude hatten, dann im Frühling dahin schmilzt. Was bleibt, ist das „Sein“, das wir alle sind. Und wenn ihm der Sinn danach steht, kreiert es eine neue Schöpfung.

Nur so ein paar Gedanken ...  ich wünsche uns allen einen schönen Frühling!

Im Artikel Nummer "19 | 1 und Vieles"  nähere ich mich diesem Thema in Form eines Gedichtes an.

 

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02 | Geschichte vom Mann, seinem Sohn und dem Pony
07 | Auf der Durchreise
12 | Quantenheilung und das 3-Ebenen Modell der Energetik
22 | Variationen des Lebens
26 | Momo - Buchtipps für den Urlaub 3


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03 | Das Leben als Geschenk?

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03 | Das Leben als Geschenk?

Bild: Farbaufnahme des Planeten Erde aus dem Weltraum. Im Zentrum sieht man das südliche Afrika und Madagaskar, im oberen Bereich das nördliche Afrika und die arabische Halbinsel und ganz unten die Antarktis. (Quelle: pixabay)


Bis vor relativ kurzer Zeit hatte ich oft zwiespältige Gefühle, wenn ich den Satz „das Leben ist ein Geschenk“ hörte. Immer wieder wenn ich andere Menschen das sagen hörte, kam in mir ein unbewusster Reflex auf - so nach dem Motto: „Ja na gut, aber warum ist ein Geschenk oft so anstrengend und mühevoll? So stelle ich mir ein Geschenk nicht unbedingt vor.“ Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. Das Leben ist tatsächlich ein Geschenk. Und vor allem in der Hinsicht, dass es eine Erfahrung ist, die wir machen und die einmalig und einzigartig ist. Als Geschenk kann ich mein Leben erst seit dem Moment betrachten, als ich zu der Überzeugung kam, dass wir unsterbliche ewige Wesen sind. Auch wenn wir also unerfreuliche Erfahrungen machen, die mit Schmerz und Leid verbunden sind, so sind das doch nur in erster Linie Erfahrungen. Und wenn wir dann nach unserer Rückkehr in unsere geistige Heimat auf unser Leben auf der Erde zurückblicken, dann sehen wir es als Erfahrung. So ähnlich, wie wenn wir auf einen Film zurückblicken, den wir uns im Kino angeschaut haben. (Weitere Überlegungen zu diesem Thema finden Sie auch im Beitrag "01 | Das Ego aus spiritueller Sicht".)

Zu meiner Anschauung kam ich unter anderem durch die Lektüre der Bücher von Doktor Michael Newton „Die Reisen der Seele“ und „Die Abenteuer der Seelen“. Doktor Newton, ein US-amerikanischer Hypnotherapeut, verwendete als eine seiner therapeutischen Methoden Rückführungen in die frühe Kindheit.  Dabei gelangte er mit einigen seiner Klienten zunächst versehentlich in ein sog. „früheres“ Leben und dann auch in die geistige Welt, von der wir offenbar möglicher Weise alle auf die Erde kommen. Er begann daraufhin die geistige Welt und die Erfahrungen der Seelen darin systematisch mit seinen KlientInnen zu erforschen.

Ich kann die Bücher von Dr. Michael Newton sehr empfehlen und habe im Beitrag “14 | Buchtipps für den Urlaub 1” eine Rezension über "Die Reisen der Seele" geschrieben.

Ein anderer Gedanke der mir im Zusammenhang mit dem Thema „Das Leben als Geschenk“ kam war: Alles was wir hier als Menschen auf der Erde vorfinden ist ein Geschenk des Universums, der Natur, oder von Gott wenn wir eine schöpferische Instanz so nennen wollen. Alle Bodenschätze, alle Früchte der Natur, alle Tiere, alle Pflanzen, das alles ist auf der Erde vorhanden und steht uns zur Verfügung. Wir müssen natürlich den Aufwand auf uns nehmen, Feldfrüchte anzubauen, Tiere zu züchten, Bodenschätze abzubauen, Gegenstände für unseren täglichen Gebrauch herzustellen, Gebäude zu errichten etc. Für diesen Aufwand ist es auch legitim im Austausch untereinander eine gewisse Entlohnung in Form von z.B. Geld zu erhalten. Aber auch ein Unternehmer sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass er mit Rohstoffen operiert, die er letztendlich von der Natur geschenkt bekommen hat. Natürlich hat er den Aufwand sie abzubauen, zu verarbeiten zu vermarkten etc. Aber vielleicht macht es uns alle etwas großzügiger im Umgang untereinander, wenn wir im Hinterkopf haben, dass wir mit ursprünglich geschenkten Dingen handeln und Geschäfte machen.

Und noch etwas ist mir eingefallen: auch unsere Talente und Veranlagungen, sogar der Körper, den wir in diesem Leben haben, all das sind auch Geschenke des Universums an uns. Ja, es stimmt, dass wir unsere Talente so oder so nutzen und an ihnen arbeiten und sie entwickeln können. Aber ursprünglich haben wir sie geschenkt bekommen und daher scheint es mir auch nicht zulässig, sich weiß Gott etwas auf seine persönlichen Fähigkeiten einzubilden. Jedenfalls finde ich es nicht gerechtfertigt, dass wir unsere Talente dahingehend verwenden, uns damit auf Kosten anderer einen Vorteil zu verschaffen. Sie zum Nutzen aller - durchaus auch für uns selbst – einzusetzen, liegt meiner Meinung nach mehr auf der Linie der Dankbarkeit gegenüber dem Universum.

Wie sehen Sie das? Wenn Sie möchten, hinterlassen Sie mir doch gerne einen Kommentar zu diesem Artikel. Ich freue mich, von Ihnen zu lesen und vielleicht mit Ihnen auch zu diskutieren!


Buchempfehlungen:

  • Dr. Michael Newton: „Die Reisen der Seele“, ISBN-13: 978-3907029503

  • Dr. Michael Newton: „Die Abenteuer der Seelen“, ISBN-13: 978-3907029718


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