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Geduld

24 | Stein und Flöte - Buchtipps für den Urlaub 2

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24 | Stein und Flöte - Buchtipps für den Urlaub 2

Bild: Ein Amethyst und eine Blockflöte liegen auf einem Stein, umrahmt von Efeu- und Erdbeerblättern. (Foto: Clemens Pistauer / Erwin Sovkov)


Vor einiger Zeit fragte ich meinen persönlichen Assistenten* Erwin: „Kannst du mir vielleicht ein Buch empfehlen?“ Er dachte kurz nach und nannte mir „Momo“ von Michael Ende und „Stein und Flöte“ von Hans Bemmann. Das klang interessant und ich beschloss zunächst, mir “Stein und Flöte” als Hörbuch zu besorgen. Mittlerweile habe ich es ganz angehört – es ist nämlich ein sehr langes Buch – und kann es empfehlen.

Der vollständige Titel lautet: „Stein und Flöte und das ist noch nicht alles“. Es handelt sich um einen Märchenroman, der sich aber eher an Erwachsene richtet. Er spielt in einer archaischen, magischen Welt. Vom Erzählstil her fühlte ich mich teilweise an den Herrn der Ringe erinnert. Es gibt zwar in der Welt von „Stein und Flöte“ keine Elben, Orks oder Hobbits, dafür aber Werwölfe, Wassernixen, sprechende Tiere und natürlich auch magische Gegenstände.

Das Buch erzählt die wechselvolle Lebensgeschichte eines jungen Mannes namens Lauscher, der durch gewisse Umstände in den Besitz eines heiltätigen Steines und einer silbernen Flöte kommt, der er die betörendsten Melodien entlocken kann. Er kann der Versuchung nicht widerstehen, diese Flöte dafür einzusetzen, Menschen und Tiere in manipulativer Weise zu beeinflussen und gerät dadurch in diverse Verstrickungen. Speziell mit Frauen hat er auch immer wieder seine liebe Not, wobei er gegen Ende der Geschichte seine große Liebe auf sehr eigenartige Weise findet. Das ist aber noch lange nicht alles, wie auch der vollständige Buchtitel schon andeutet. Wir begleiten ihn auf seinem langen Lebensweg, auf dem ihm viele Menschen und allerhand sonderbare Wesen begegnen und er eine bemerkenswerte Entwicklung durchmacht. Er hat viele Abenteuer und Einsichten, erleidet aber auch immer wieder Rückschläge und fällt in fatale Verhaltensmuster zurück.

Was ich an dem Roman sehr spannend finde, ist die bewusstseinsmäßige Entwicklung des Hauptcharakters. Immer wieder dachte ich mir beim Lesen: „Jetzt sagen ihm eh schon alle, dass er aufpassen muss, damit er nicht in die Falle tappt, und er hat noch immer nicht verstanden …“ Allerdings erinnere ich mich dann immer wieder an mein bisheriges Leben und meine eigene Entwicklung und denke mir: „Naja, manches hätte ich im Rückblick ja auf jeden Fall auch anders gemacht.“ Ich finde, ich habe schon ziemlich viel dazu gelernt, in diesem Leben, aber vieles auch noch immer nicht verstanden. In viele Fallen tapse ich trotz meines Wissens immer noch und immer wieder hinein. Mir ist beim Lesen dieses Buches so richtig bewusst geworden, dass es nichts nützt, wenn dir jemand etwas sagt, was klug wäre für dich, oder du sogar selbst erkennst, dass dieses oder jenes einer Korrektur bedarf. Die Einsicht muss dann noch konkret umgesetzt werden. 

Das Buch vermittelt viel Lebens- und Herzensweisheit. Es werden auch gesellschaftliche Mechanismen, wie zum Beispiel Manipulation, Missbrauch unserer Talente zur Lenkung von anderen, das Thema „freier Wille“ und noch vieles mehr behandelt. Sehr charmant finde ich persönlich, dass all das in eine fantastische Welt eingebettet ist, wo Verwandlungen von Menschen in Tiere stattfinden, und wo sich dann allerdings auch zeigt, dass die „Magie des Herzens“ wohl letztendlich immer stärker ist, als alle manipulative „Magie“, die wir so anwenden können.

“Stein und Flöte” könnte, glaube ich, eine sehr gute Lektüre für einen Urlaub am Strand oder an einem anderen Ort sein, an dem Sie viel Zeit und Muße haben. Es hat nämlich über 800 Seiten, ist also sehr dick. Man braucht auch etwas Geduld beim Lesen. Manchmal schweift die Handlung etwas ab, indem in der Geschichte eine weitere Geschichte erzählt wird. Für all diejenigen unter ihnen, die Geschichten lieben, ist das Buch sicher eine Fundgrube. Wenn Sie Action, wilde Schlachten und Kämpfe suchen, dann sind Sie eher nicht richtig. Der Schwerpunkt liegt mehr  auf der inneren Entwicklung und der Erweiterung des Bewusstseins des Hauptcharakters Lauscher. Sehr ansprechend fand ich auch die liebevollen Schilderungen der Natur und der Verbundenheit von Pflanzen, Tieren und Menschen.

 

Viel Freude beim Lesen und einen schönen restlichen Sommer!

 

* Bedingt durch meine starke Sehbeeinträchtigung brauche ich in einigen Bereichen Unterstützung und nehme daher persönliche Assistenz am Arbeitsplatz in Anspruch. Diese wird vom Staat finanziert und dient der Unterstützung von Menschen mit Behinderung bei ihrer Berufsausübung. Ich finde es persönlich sehr erfreulich, dass es diese Möglichkeit gibt. Beispielsweise unterstützen meine Assistenten mich dabei, die Fotos für diesen Blog im Internet zu finden oder ein Foto, wie das für diesen Artikel, zu machen.

Weitere Lesetipps:

08 | Die Katze des Dalai Lama - Buchtipp
14 | Buchtipps für den Urlaub 1
26 | Momo - Buchtipps für den Urlaub 3

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18 | Vom Wert der Geduld

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18 | Vom Wert der Geduld

Bild: Eine kleine Schafherde in einer herbstlich nebeligen Landschaft (Quelle Pixabay)


Ich weiß ja nicht, wie Sie die letzten Wochen empfunden haben. Für mich war der November ein sehr anstrengender und herausfordernder Monat. Ich hatte das Gefühl, phasenweise extrem wenig Energie zu haben (Ja, das kommt auch bei Energetikern vor). Viele Dinge, die ich vorhatte, konnte ich nicht so wie geplant umsetzen – alles zog sich irgendwie in die Länge. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass es gar nichts nützen würde, mit mehr Druck an die Sache heranzugehen. Energetisch gesehen herrschte meiner Meinung nach die letzten zwei Wochen „Sturm“. Während dieser Zeit machte ich etwas, dass bei einem Sturm vielleicht ganz klug ist. Ich ging „ins Haus und machte die Fenster und Türen dicht“ und wartete ab.

In dieser Zeit des Rückzugs hatte ich reichlich Gelegenheit, über das Thema Geduld nachzudenken. Ein sehr schwieriges Thema für mich, da ich mich prinzipiell als ungeduldigen Menschen ansehe. Das Titelbild mit den Schafen habe ich übrigens ausgewählt, weil ich Schafe für sehr geduldige und liebenswürdige Tiere halte.

Vielleicht ist die Erde ja gerade der ideale Ort dafür, um Geduld zu lernen. Die Dinge entwickeln sich hier langsam und alles ist schwer und dicht. Die Widerstände sind sehr groß. Wenn es einen guten Ort gibt, an dem man die Fähigkeit der Geduld erlernen kann, dann hier.

Mittlerweile denke ich, dass uns manchmal auch gar nicht viel anderes übrig bleibt, als mit Geduld an die Dinge heranzugehen. Denn in Wirklichkeit können wir – jedenfalls meiner Ansicht nach – ohnehin nichts erzwingen. Wenn man zu viel Druck ausübt, dann kann man höchstens etwas damit zerstören. Dieser „Zwang“ löst dann sehr unerwünschte Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen aus. Diese Wirkungen bekommen nicht nur andere, sondern direkt oder über Umwege auch wir selbst zu spüren. Wir ernten dann also, was wir gesät haben.

In diesem Zusammenhang ist mir dann auch wieder ein Sprichwort aus China eingefallen: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn wir daran ziehen.“ Natürlich heißt das nicht, dass wir alles erdulden, alles aushalten oder uns alles gefallen lassen müssen. Manchmal ist entschlossenes Handeln gefragt. Die Schwierigkeit besteht nur darin, zu unterscheiden, wann es geboten ist zu handeln, und wann es klüger ist abzuwarten. Da hilft uns unsere „innere Stimme“, die Stimme unserer inneren Weisheit, also der Intuition weiter. Sie können sich mit der Stimme Ihrer Intuition in Verbindung setzen, wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das energetisch- spirituelle Zentrum in der Mitte Ihres Körpers auf Höhe des Herzens richten.

Wenn Sie sich einmal in einem geeigneten Augenblick ein paar Minuten ruhig hinsetzen und Ihre Aufmerksamkeit dorthin lenken, dann kommen Sie mit Ihrer „Inneren Weisheit“ und Ihrem „Inneren Wissen“  in Kontakt. Versuchen Sie es einmal bei Gelegenheit – es zahlt sich aus! Sie brauchen nichts weiter zu tun, als sich zum Beispiel entspannt auf einen Stuhl zu setzen und darauf zu achten, dass sie Ihre Fußsohlen gut am Boden spüren – also gut geerdet sind. Dann atmen Sie ein paar Mal tief ein und aus und richten Ihre Aufmerksamkeit ganz sanft auf dieses energetisch-spirituelle Zentrum in der Mitte Ihrer Brust auf Höhe des Herzens. Bleiben Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit so lange dort, wie  es Ihnen angenehm ist. Zwei bis fünf Minuten genügen völlig. Falls Gedanken auftreten, die Sie abzulenken beginnen, macht das gar nichts. Das ist ganz natürlich. Kehren Sie dann einfach mit Ihrer Aufmerksamkeit wieder in das energetische Herzzentrum zurück. Wenn Sie spüren, dass es genug ist, dann nehmen Sie wieder ein paar tiefe Atemzüge und schließen die Übung ab. Beobachten Sie dann, ob Sie eine Veränderung im Vergleich zu vor der Übung wahrnehmen. Kontaktieren Sie mich gerne per Email oder telefonisch, wenn Sie Fragen, Anregungen oder Feedback zu dieser Übung oder diesem Artikel haben.

Liebe Grüße und eine schöne, ruhige und besinnliche Weihnachtszeit.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Intuition

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