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Gefühle

30 | Über die Grenze des Messbaren... 2

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30 | Über die Grenze des Messbaren... 2

Bild: Zu sehen ist ein Eierschneider mit zwei Schnittgittern, einem für parallele Scheiben und einem für Sechstel-Spalten. Daneben steht ein Teller mit einem bunt gestreiften Osterei, einem gescheibten Ei und einem Ei in Spalten. (Foto: Clemens Pistauer / Erwin Sovkov)


Da ich auf den Artikel „29 | Über die Grenze des Messbaren… 1“ einige sehr interessante und aufschlussreiche Reaktionen bekommen habe - hier jetzt noch eine Fortsetzung.

Gleich zu Beginn hätte ich – wie im vorherigen Artikel - eine Frage an Sie: „Sind Sie verheiratet, verpartnert etc.? Haben Sie Kinder? Also, falls Sie einen Partner/eine Partnerin oder Kinder haben, würden Sie sagen, dass Sie diese lieben?“ Ich will Ihnen natürlich nicht zu nahe treten – worauf ich hinaus will, ist Folgendes: Sollten Sie nun antworten: „Ja, natürlich liebe ich meine Kinder und meine Partnerin/meinen Partner.“ Dann finde ich das wunderschön und freue mich sehr für Sie! Und diese Liebe – würden Sie sagen, dass sie irgendwie messbar ist?

Wie wäre es mit einem “Love-Meter”?

Vermutlich könnte man überlegen, die Liebe zu unseren Partnern und Kindern zum Beispiel daran zu messen, wie viel Zeit wir mit ihnen verbringen, wie oft wir ihnen etwas schenken, wie teuer diese Geschenke sind, was wir alles für sie tun, etc. Aber das wäre möglicherweise nur eine sehr unvollständige Annäherung, da für den jeweiligen Einzelfall jedes dieser Kriterien – und sogar alle zusammengenommen – meiner Meinung nach überhaupt nichts aussagen. Auch der Umstand, wie oft Sie mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner streiten, bzw. mit Ihren Kindern schimpfen, sagt vermutlich überhaupt nichts darüber aus, wie sehr Sie diese lieben. Ich kenne Paare, die sehr oft streiten, und sich trotzdem sehr, sehr lieben.

Ähnliche Überlegungen könnte man natürlich auch in Bezug auf wechselseitige Abneigung anstellen, aber auch hier würden wir wahrscheinlich rasch an die Grenze des vernünftig Messbaren kommen.

Muss alles messbar sein?

„Schön und gut“, denken Sie sich jetzt vielleicht, „und worauf will er hinaus?“

Mir ist, als ich diese Gedankenspiele für mich selbst durchgegangen bin, bewusst geworden, ein wie großer Teil unserer Realität sich außerhalb eines klar messbaren Rahmens befindet. Dazu zählt wohl vor allem die Welt unserer Gefühle. Ich finde, daran ist auch überhaupt nichts verkehrt. Ich denke, es kann uns nicht schaden, uns wieder einmal bewusst zu machen, dass nicht alle Bereiche unserer Existenz eindeutig messbar, zählbar oder bewertbar sind. Das ist völlig in Ordnung, wenn auch unserem Verstand möglicherweise unheimlich.

Das Bemerkenswerte ist, dass unser tägliches Leben extrem stark vom Verstand dominiert wird. Was macht der Verstand? Er versucht – was teilweise natürlich auch sehr notwendig und positiv ist – die Dinge und Phänomene einzuteilen. Er macht Ordnung, indem er Kategorien und „Schubladen“ bildet. Er legt einen bzw. viele Raster über die Realität. Haben Sie zu Hause vielleicht einen Eierschneider? Unser Verstand funktioniert so ähnlich wie ein Eierschneider. Er nimmt Unterteilungen vor, je nach dem gewünschten Blickwinkel. Und in der Zwischenzeit haben wir mit Hilfe unseres Verstandes auch Maschinen entwickelt – nämlich unsere Computer – durch welche sich dieses Prinzip fortsetzt. Ein herkömmlicher Computer funktioniert nach diesem Prinzip der Unterscheidung, entweder null, oder eins, bzw. „Strom fließt“ oder „Strom fließt nicht“.

Bei alldem müssen wir, glaube ich, nur darauf achten, die Kirche im Dorf beziehungsweise den Verstand dort zu lassen, wo er hingehört und uns auch nützlich ist. Er hilft uns dabei, die materielle Welt zu organisieren, und uns das Leben leichter zu machen. Er ist ein Werkzeug, ein Helfer oder „Diener“, aber nicht der „Herr“.

Meiner Ansicht nach würde es uns sehr gut tun, zu akzeptieren, dass es sehr wohl Bereiche gibt, in welchen uns der Verstand nicht weiterhelfen kann. Zum Glück gibt es dort andere Hilfsmittel, die uns unterstützen können, wie zum Beispiel unsere innere Stimme, die Stimme der Intuition, oder Fähigkeiten wie Achtsamkeit, Empathie und Vertrauen. All diese Fähigkeiten können - so wie der Umgang mit unserem Verstand – erlernt und geschult werden.

Eine Achtsamkeitsübung

Sie können Ihre Achtsamkeit auf vielfältige Art und Weise trainieren.

Jemand räumt achtsam eine Geschirrspülmaschine aus.  (Foto: Clemens Pistauer / Erwin Sovkov)

Jemand räumt achtsam eine Geschirrspülmaschine aus. (Foto: Clemens Pistauer / Erwin Sovkov)

Im Alltag könnten Sie sich zB. vornehmen, den Geschirrspüler so auszuräumen, dass Sie es ganz bewusst tun - Bewegung für Bewegung und Handgriff für Handgriff. Die Übung besteht darin, mit der Aufmerksamkeit ganz im Hier-und-Jetzt und beim Ausräumen des Geschirrspülers zu sein. Wenn Ihre Gedanken dabei abzuschweifen beginnen, z. B. in Richtung der Ereignisse des vergangenen Tages, oder zum bevorstehenden Abendessen, dann kehren Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit einfach wieder zum Geschirrspüler und der Tätigkeit des Ausräumens zurück. Probieren Sie es doch einfach einmal aus!

Seine Achtsamkeit zu trainieren hat viele Vorteile, unter anderem lässt sich damit auch unser Gedächtnis verbessern. Ich habe gemerkt, dass ich – seit dem ich meine Achtsamkeit mehr und mehr trainiere - zB. viel seltener nach Dingen suchen muss, die ich verlegt habe. Außerdem erinnere ich mich auch genauer daran, was ich in einer konkreten Situation getan, gesagt, oder gedacht habe. Ich finde das sehr praktisch!

Wie sehen Sie das? Ihre Meinung interessiert mich. Wenn Sie möchten, hinterlassen Sie mir sehr gerne unten einen Kommentar.

 

Wenn Sie sich näher für das Thema Achtsamkeit interessieren, kann ich Ihnen den Blog
https://www.fair-achtung.de/ von Kathi Biberich empfehlen. Dort finden Sie auch zahlreiche weitere Anregungen für Achtsamkeitsexperimente im Alltag.

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12 | Quantenheilung und das 3-Ebenen Modell der Energetik

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12 | Quantenheilung und das 3-Ebenen Modell der Energetik

Bild: Ein Springbrunnen mit drei übereinander liegenden und nach unten größer werdenden Becken. Die drei Becken stehen für drei Ebenen, das unterste für die materielle (körperliche), das mittlere für die energetische und das oberste für unser individuelles höheres Selbst (Seele) Bildquelle: Pixabay


Wie im Blog-Beitrag “10 | Was macht ein Energetiker eigentlich?“ angekündigt hier nun einige Infos zum sogenannten 3-Ebenen Modell der Energetik. Dieses Modell wurde von meinem Kollegen Michael Stingeder aus Oberösterreich entwickelt. Es dient dazu, das Arbeitsfeld von Energetikerinnen und Energetikern möglichst anschaulich darzustellen und näher zu beschreiben. Konkret geht das Modell davon aus, dass man - bezogen auf ihre “Dichte” - drei Bereiche unterscheiden kann: Die materielle Ebene, die energetische Ebene und die Ebene des sogenannten individuellen höheren Selbst. Das Bild mit dem Brunnen soll das veranschaulichen.

Die materielle Ebene ist jene unseres physischen Körpers und der physischen Welt. Auf dieser Ebene arbeiten die Energetiker nicht. Sie ist anderen Berufsgruppen wie zum Beispiel ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen, MasseurInnen etc. vorbehalten.

Die energetische Ebene ist „feinstofflicher“ und weniger dicht. Hier treffen wir zum Beispiel auf das Energiefeld des Körpers (Aura), Energiemeridiane, Chakren und sonstige energetische Zentren, etc., aber auch auf Gefühle und Gedanken. In diesem Bereich sind Energetikerinnen und Energetiker mit ihren zahlreichen Arbeitsmethoden tätig.

Die oberste Ebene ist diejenige des “individuellen höheren Selbst” oder der Seele. Dort sind die Prinzipien und Baupläne zu finden, also das individuelle Potential jeder und jedes Einzelnen von uns. Diese Ebene können wir Energetikerinnen und Energetiker nicht direkt beeinflussen, wohl aber z.B. mit dem Wunsch unserer Klientinnen und Klienten nach einer konkreten Veränderung für diese dort "andocken". Das tue ich bei meiner Arbeit mit Quantenheilung bzw. Matrix Energetics.

Diese oberste Ebene ist der „Quelle der Schöpfung" am nächsten, wie auch das Bild mit dem Brunnen zeigen soll: In der Mitte der obersten Schale sprudelt das Wasser - im übertragenen Sinn das schöpferische Potenzial - hervor. Von dieser Schale bzw. Ebene können Impulse für Transformationen ausgehen, die sich dann über die energetische Ebene bis in den physischen Bereich auswirken können. Die Art und Weise, wie sich das auf die einzelne Klientin oder den einzelnen Klienten auswirkt, ist ganz unterschiedlich. Gemeinsam ist ihren Berichten, dass sie sich nach einer Sitzung meist friedlich, ruhig und entspannt fühlen.

Das 3-Ebenen Modell der Energetik veranschaulicht - römischer Springbrunnen mit drei Schalen. Quelle Originalfoto: Pixabay.

Das 3-Ebenen Modell der Energetik veranschaulicht - römischer Springbrunnen mit drei Schalen. Quelle Originalfoto: Pixabay.

Ich habe für diesen Artikel die Darstellung des 3-Ebenen Modells mit dem Brunnen gewählt, weil ich sie sehr stimmig finde. Von oben nach unten werden die steinernen Becken immer schwerer, und können mehr Wasser fassen. Im übertragenen Sinn könnte man sagen: Das Leben sprudelt aus sich selbst heraus und „verdichtet“ sich, während es von Schale zu Schale überfließt und Schöpfungen hervorbringt.

Der Schweizer Dichter und Schriftsteller Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) hat ein Gedicht über einen derartigen Brunnen verfasst, das das oben gesagte in poetischer Weise ausdrückt:

Der römische Brunnen
Conrad Ferdinand Meyer

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

Die „klassische“ Darstellung des Modells meines Berufskollegen Michael Stingeder finden sie z.B. auf der Webseite der Berufsgruppe Humanenergetik.

Lesen Sie hier Genaueres zu meiner Arbeit mit Quantenheilung und Matrix Energetics.

 

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04 | "Innsaei" - Ein Filmtipp zum Thema Intuition

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04 | "Innsaei" - Ein Filmtipp zum Thema Intuition

Bild: Sonnenaufgang über dem Ozean. Knapp über dem Horizont befindet sich eine Wolkenbank. Die Sonne scheint durch einen Spalt darin. (Quelle: pixabay)


Nachdem ich vorgestern im Kino war, kann ich den Film „Innsaei“ als Sprungbrett in das Thema Intuition sehr empfehlen. Eine junge Isländerin erzählt darin, wie sie zunächst eine erfolgreiche Karriere bei der UNO machte und dann allerdings im Zuge eines Burnout feststellte, dass sie die Signale ihres Körpers und ihrer inneren Stimme nicht mehr wahrgenommen hatte. Sie kündigte ihren Job und hatte zunächst große Angst, was nun werden sollte, nachdem das ihr großer Lebenstraum gewesen war. Gerade zu diesem Zeitpunkt fragte eine befreundete Filmemacherin sie, ob sie nicht Lust hätte bei ihrem neuen Projekt mitzuarbeiten – einem Film zum Thema Intuition. So entstand „Innsaei“*, was auf Altisländisch unter anderem so viel heißt wie „von innen her sehen“, aber auch „das Meer in uns“ bedeuten kann.

Die Suche nach der inneren Stimme führte das Filmteam nicht nur zu zahlreichen Wissenschaftlern wie Gehirnforschern und Philosophen, sondern auch zu einem Ozeanforscher, Künstlern, Schamanen und einem Schulprojekt, bei dem Volkschulkindern mit Hilfe von Mindfulness-Bewusstseinstraining ein empathischer Umgang mit ihrer Umgebung nahe gebracht wird.

Alles in allem finde ich den Film absolut empfehlenswert und er dürfte auch in meinen tieferen Schichten einiges in Bewegung gebracht haben, denn ich fühlte mich danach sehr friedlich und irgendwie „innerlich erweitert“.  Ich habe die Nacht nach dem Film sehr tief und erholsam geschlafen und dieses Gefühl der Ruhe und Erweiterung hat seither auch nachgewirkt.

Ein Thema, das der Film nur am Rande streift, das ich aber persönlich sehr bemerkenswert finde, ist der Zusammenhang zwischen unseren Gedanken und unseren Gefühlen. Wenn wir beobachten, welche Gefühle bei unseren Gedanken mitschwingen, dann kann uns das ebenfalls helfen, einen intuitiven Zugang zu den tieferen Schichten unseres Bewusstseins zu finden.
Erfahren Sie hier mehr zum Thema Intuition

* Der Film von Kristin Olafsdottir und Hrund Gunnsteinsdottir wird im englischen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Einen weiteren Filmtipp finden Sie im Blog-Artikel "25 | Ein Filmtipp zu Papst Franziskus"

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