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Kreativität

32 | Aus eigener Kraft?

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32 | Aus eigener Kraft?

Bild: Ein Mann klettert an einer sonnenbeschienenen Felswand hoch. (Quelle: pixabay)


Gehören Sie auch zu jenen Menschen, die nach der Maxime leben, dass man durch persönlichen Einsatz alles erreichen kann, was man möchte? Die Geschichte ist voll von Beispielen dafür, wie sich Frauen und Männer mutig den Widrigkeiten des Lebens gestellt und herausragende Leistungen vollbracht haben. Oft wird von ihnen oder von ihren Biografen dann auch davon gesprochen, dass sie trotz aller Schwierigkeiten es ganz allein geschafft haben, ohne dass ihnen jemand geholfen hätte. In diesem Zusammenhang stellt sich mir allerdings immer wieder die Frage: Geht das überhaupt? Kann irgendjemand von uns irgendetwas zu Stande bringen ohne dabei aus verschiedenen Richtungen - vielleicht gar von der „Gesamtheit des Lebens“ - unterstützt zu werden?

Start einer Karriere

Häufig genannte Beispiele für Menschen, die es aus eigener Kraft geschafft haben sind Joanne K. Rowling, Abraham Lincoln oder Maria Callas. Die Liste ließe sich wohl endlos fortsetzen. Greifen wir einmal Joanne K. Rowling heraus. Ich bin nämlich – zugegebener Maßen – ein großer Fan ihrer Harry-Potter-Bücher. Ich finde die Vielfalt ihrer Ideen großartig. So etwas muss einem schon einmal einfallen!

Vielleicht haben Sie ja bei Gelegenheit das eine oder andere über den Anfang ihrer Karriere als Autorin gehört oder gelesen? Dieser Anfang war alles andere als leicht. Rowling hatte zu Beginn der 1990er Jahre einige Zeit in Portugal gelebt und dort geheiratet. Nach einer sehr stürmischen Beziehung und vielen Auseinandersetzungen mit ihrem portugiesischen Ehemann ging sie mit ihrer kleinen Tochter zurück nach Großbritannien. Dort lebte Sie dann eine Zeit lang in Edinburgh als allein erziehende Mutter von Sozialhilfe. Sie schrieb während dieser Zeit in verschiedenen Kaffeehäusern an einem Buch, das sie schon in Portugal begonnen hatte - „Harry Potter und der Stein der Weisen“ – dem ersten Band der Harry Potter Reihe.

Als das Manuskript zu guter Letzt unter erheblichen Schwierigkeiten fertiggestellt war, fand sie zunächst keinen Verlag. Schließlich entschied sich „Bloomsbury Publishing“ das Manuskript dieser unbekannten Autorin zu verlegen. Der Rest ist Geschichte! J. K. Rowling wurde weltberühmt und nebenbei auch sehr reich. Mit ihrem erworbenen Vermögen war sie stets sehr freigiebig und spendete viel für diverse caritative Projekte und Institutionen. Ich finde ihren Werdegang sehr bemerkenswert und gönne ihr ihren Erfolg von Herzen.

Woher kommen unsere Fähigkeiten?

Das Spannende ist, wenn man es etwas genauer hinterfragt, folgendes: Woher kommen J. K. Rowlings Einfallsreichtum und ihre Kreativität? Warum hatte sie diesen unglaublichen Erfolg? Sind die Talente, die wir in dieses Leben mitbringen, unsere selbst erworbenen Verdienste, oder Gaben, die uns das Universum einfach so mitgegeben hat, quasi nach dem Zufallsprinzip? Oder steckt dahinter vielleicht ein Körnchen Wahrheit von beidem? Könnte es vielleicht sein, dass wir als Seelen die Freiheit haben, uns nach unseren Interessen in die eine oder eine andere Richtung zu orientieren und zu entwickeln

Unlängst habe ich eine Kurzbiografie über J. K. Rowling* gelesen, der ich auch die oben geschilderten Details entnommen habe. Darin wird folgende – sehr interessante – Aussage von ihr darüber zitiert, wie die Romanfigur Harry Potter entstanden ist. Auf einer Zugfahrt nach London im Jahr 1990 hatte sie eine Eingebung, die sie in einem Interview für die Zeitung „The Scotsman“** folgendermaßen beschrieb:

„All of a sudden the idea for Harry just appeared in my mind’s eye. I can’t tell you why or what triggered it. But I saw the idea of Harry and the wizard school very plainly.” („Ganz plötzlich erschien die Idee für Harry vor meinem geistigen Auge. Ich kann Ihnen nicht sagen, warum, oder was der Auslöser war, aber ich sah sehr klar die Idee von Harry und der Zaubererschule.“).

Die Idee zu den Harry Potter Romanen beruht also auf Inspiration – man könnte vielleicht auch „Intuition“ dazu sagen. Also einer von J. K. Rowling nicht direkt beeinflussten, sondern einfach spontan aufgetretenen Eingebung. Eine ähnliche Begebenheit steht übrigens auch hinter der Entstehung des Google-Such-Algorithmus. Die Inspiration für den Vorläufer des so genannten „Page Rank“ – dem Herzstück des späteren Google-Such-Algorithmus, kam Google Gründer Larry Page in einem Traum. Nach dem Aufwachen schrieb er das Geträumte auf. Die Grundlage für den weltweiten Erfolg der Google Suchmaschine war gelegt.

Im Lichte des oben Gesagten scheint es so zu sein, dass wir von irgendwo her Eingebungen, Gedanken und Inspirationen bekommen, die uns bei der Umsetzung unserer Ziele unterstützen.

Unser eigener Beitrag

„Schön und gut“, denken Sie sich jetzt vielleicht, „aber wenn eine Sportlerin oder ein Sportler jahrelang hart trainiert und dann herausragende und außergewöhnliche Leistungen vollbringt, dann hat sie oder er das ja wohl ganz allein und aus eigener Kraft erreicht, oder?“. Ja, das hat schon etwas für sich. Allerdings stellt sich zunächst schon einmal die Frage danach, ob es das eigene Verdienst der Sportlerin oder des Sportlers war, von der Natur einen so gesunden und leistungsfähigen Körper zu erhalten, ganz abgesehen von den sozialen Rahmenbedingungen wie der Familie, Freunden, Trainern, Betreuern, etc., die am Erfolg indirekt mitwirken.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich möchte die sehr beachtlichen Leistungen einzelner Menschen nicht klein reden, sie sind allerdings – jedenfalls nach meinem Dafürhalten – in einen sehr großen, für unseren Verstand nicht unmittelbar fassbaren Zusammenhang eingebettet. Natürlich haben wir mit Hilfe unseres Einsatzes und unserer Willenskraft einen Einfluss darauf, wie sich die Dinge entwickeln. Es ist meiner Ansicht nach nicht egal, was wir tun und ob wir überhaupt etwas tun. Aber die Verbindung zu allen Bereichen des Lebens ist da. Ohne sie könnten wir wohl keine paar Minuten überleben, schon allein weil unsere Körper Luft zum Atmen und Nahrung und Wasser zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigen.

Das Leben ist ein großes Geheimnis. Gehen wir ihm auf den Grund! Was werden wir dort finden? Vermutlich Vieles, vielleicht Alles – oder Nichts? Vielleicht ein Nichts, das alles enthält? Vielleicht uns selbst?

Wie sehen Sie das? Wenn Sie möchten, dann hinterlassen Sie mir sehr gerne unten einen Kommentar.

* Michelle Bowen: „J. K. Rowling – From Welfare to Billionäire – A biography“ (ISBN-13: 978-1718695665) – auch als Hörbuch erhältlich

** siehe https://www.scotsman.com/arts-and-culture/books/the-jk-rowling-story-1-652114 - ein interessanter Artikel!

*** Thomas Schulz: „Was Google wirklich will - Wie der einflussreichste Konzern der welt unsere Zukunft verändert, Kapitel 1 – die Grundlagen (ISBN-13: 978-3421047106)

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19 | 1 und Vieles

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19 | 1 und Vieles

Bild: Von einem Zentrum ausgehend breiten sich Wellen kreisförmig in einem Gewässer aus, das in einer winterlichen Landschaft liegt (Quelle: Pixabay)


Dieses Gedicht ist mir in den ersten Tagen dieses neuen Jahres "ein gefallen":

 

1 und Vieles

Da ist 1.
1 bringt aus sich selbst Vieles hervor,
weil es das kann
und weil es das möchte.
1 experimentiert.

In allem was 1 hervorbringt, ist 1.
1 freut sich an seinen Schöpfungen.
1 erfährt sich selbst durch seine Schöpfungen.
Ist die Erfahrung gemacht, verschwindet die Schöpfung  wieder.
Was bleibt ist 1.

1 ist.
Du bist 1, ich bin 1, wir sind 1.

 

Ein gutes und segensreiches Jahr 2018!

Mit einer ähnlichen Thematik beschäftigt sich auch der Blog-Artikel Nummer
"9 | Werden, Vergehen und Ewigkeit".


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13 | So nah und doch so weit... - energetische Arbeit aus der Ferne

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13 | So nah und doch so weit... - energetische Arbeit aus der Ferne

Bild: Satellitenaufnahme der Erdoberfläche. Eine rote Linie zeigt symbolisch den Weg einer Fernanwendung. (Quelle: pixabay)


Heute geht es um ein spannendes und kontroverses Thema: Energetische Anwendungen ohne direkte Berührung, also aus der Ferne.

Wenn ich Menschen davon erzähle, dass ich energetisch auch so arbeite, stoße ich oft auf Skepsis. Das kann ich gut verstehen, wenn ich mich daran erinnere, als ich selbst zum ersten Mal eine energetische Fernsitzung bekam.

Wie kann man sich so etwas erklären? Ich sitze also z.B. in meiner Praxis in 1190 Wien und arbeite energetisch mit einer Person, die sich an einem ganz anderen Ort befindet, sagen wir in Salzburg. Warum spürt diese Person trotzdem etwas?  Meine Erklärung dafür ist: Auf einer gewissen Ebene ist das ganze Universum und die gesamte Schöpfung verbunden. Alles hängt zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Hier liegt auch der Grund dafür, warum manche Menschen spüren, wenn andere an sie denken. Unser Bewusstsein verbindet alles. Unser persönliches „kleines“  Bewusstsein ist in ein großes Ganzes eingebettet. Dieses „Große Ganze“ ist reines Potential, reine Schöpferkraft.

An dieses Potential kann man mit den energetischen Methoden der „Quantenheilung“ und „Matrix Energetics“ andocken. So kann Transformation und Harmonisierung geschehen.

Wie verläuft eine Fernsitzung nun konkret? Ich setze mich an einem ruhigen Ort bequem hin und sorge dafür, dass ich für die Dauer der Sitzung ungestört bin. Vorher habe ich telefonisch mit dem Klienten abgeklärt, dass auch sie/er bereit ist. Dann stelle ich mir die Klientin oder den Klienten als Miniatur ganz klein vor meinem Körper vor, und denke an das konkrete Anliegen der jeweiligen Person. Jetzt platziere ich zwei Finger links und rechts der Miniatur des Klienten – es entsteht ein Energiefeld, in welchem die Transformation stattfindet. Die Miniatur nenne ich übrigens „Repräsentant“, weil sie für den Klienten steht. Der Repräsentant ist mit der wirklichen Person verbunden. Daher gehen alle Impulse, die ich bei dem „Repräsentanten“ setze 1 zu 1 auf die wirkliche Person über und werden von ihr aufgenommen. Es gibt noch weitere Möglichkeiten. Neben der gerade erwähnten Miniatur-Variante verwende ich als Repräsentant  z.B. manchmal auch ein Stofftier. Das funktioniert genauso gut.

Von meinen KlientInnen wird die Fernanwendung sehr gut angenommen. Das hat mich positiv überrascht. Mehr als 50 Prozent meiner Arbeit mache ich über die Ferne. Skepsis herrscht vor allem bei jenen Menschen, die eine Anwendung aus der Ferne noch nicht persönlich erlebt haben. Die tatsächliche Entfernung spielt übrigens keine Rolle und hat auch überhaupt keinen Einfluss auf die Wirksamkeit oder Intensität. Ich habe auch schon Fernsitzungen für meinen Bruder und meine Schwägerin gemacht, die in Neuseeland leben.

Vielleicht sind Sie ja nun neugierig geworden.

Lesen Sie hier einige Erfahrungsberichte über Fernsitzungen

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