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Realität

31 | Mit dem Unerwarteten rechnen

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31 | Mit dem Unerwarteten rechnen

Es geht in diesem Artikel um das „Unerwartete“ und unseren Umgang damit. Wie ist das bei Ihnen? Wie stehen Sie zu unerwarteten Entwicklungen? Stört es Sie, wenn Sie nicht genau wissen was als nächstes passiert, oder betrachten Sie ein überraschendes Ereignis eher als ein Abenteuer.

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21 | Über die Grenze des Schachbretts

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21 | Über die Grenze des Schachbretts

Bild: Ein Schachbrett in Grundaufstellung steht idyllisch auf einem Bootssteg in einem dunkelgrünen Gewässer. Im Hintergrund wächst Schilf.(Quelle: Pixabay)


Spielen Sie Schach? Wenn ja – ausgezeichnet. Wenn nein, dann wird Sie dieser Artikel vielleicht trotzdem interessieren. Ich beschäftige mich darin nicht mit den Feinheiten des Schachspiels, sondern damit, was uns ein Schachbrett möglicherweise über unseren Verstand mitteilen kann.

Im Allgemeinen wird das Schachspiel ja als ausgezeichnetes Training für den Intellekt betrachtet. Warum ist das so? Was können wir von einem Schachbrett über den Verstand und seine Grenzen lernen?

 Zunächst kann man wohl sagen, dass das Prinzip des Schachspiels auf einer Zweiteilung beruht. Es gibt schwarze und weiße Felder und schwarze und weiße Figuren, die sich auf dem Brett bewegen.

Damit bildet das Schachspiel meiner Ansicht nach ganz wunderbar eine der Funktionen bzw. einen hauptsächlichen „Arbeitsauftrag“ unseres Verstandes ab. Der Verstand ist nämlich ein Experte fürs Unterscheiden. Mit  Hilfe des Verstandes können wir Grenzlinien ziehen, Kategorien bilden und „Schubladen“ schaffen, in welche wir die verschiedenen "Dinge" einordnen können. Der Intellekt hilft uns, Ordnung in die Welt zu bringen, die wir bewohnen. Als Werkzeug könnte man ihn eventuell mit einem Messer vergleichen. Mit einem Messer kann man Sachen zertrennen und zuschneiden, sie aber nicht zusammenfügen. Der Verstand tut sich leicht damit, Unterschiede zu erkennen. Mit Konzepten wie Einheit, Unendlichkeit und Ewigkeit hat er dagegen Probleme. Darum sagen wir ja auch umgangssprachlich: „Das Unendliche kann man sich nicht vorstellen.“

Nun zurück zu unserem Schachbrett: Das Schachbrett mit seinen 64 schwarzen und weißen Feldern bildet ein kleines Universum für sich. Es gibt nahezu unbegrenzte Zugmöglichkeiten. Auf einem Schachbrett herrschen ganz klare Regeln. Das Brett und die Regeln des Spiels bilden ein in sich geschlossenes System, wobei geschlagene Figuren für diesen Vergleich auch noch zum System gehören. Aber es gibt - wie das Foto dieses Artikels deutlich machen soll - auch einen Bereich außerhalb des Bretts und um das Brett herum. So ähnlich ist es auch mit unserem Verstand. Er ist der Herr in seinem eigenen Reich, kann aber keine zuverlässigen Aussagen darüber treffen, was sich außerhalb der Grenzen seines "Reiches" befindet. Nur, weil er über diese Bereiche nichts aussagen kann heißt es aber noch nicht, dass dort nichts ist. Hier nähern wir uns dem Bereich der Intuition. Ich verstehe unter Intuition die unmittelbare Wahrnehmung der Realität, wie sie ist, abseits von Ideen, Wünschen oder Konzepten.

Immer öfter kommt es vor, dass ich etwas weiß, ohne es intellektuell oder durch die Wahrnehmung meiner fünf Sinne begründen zu können. Dann fragt der Verstand sofort: „Woher weißt du das? Wo ist der Beweis dafür?“ Dann kann ich nur antworten: „Ich weiß es einfach.“

Für gewisse Aufgaben ist der Verstand wunderbar geeignet, aber eben nicht für alles kompetent bzw. die alleinige Instanz. Wenn wir ein Schachbrett als Symbol für das „Reich des Verstandes“ ansehen, könnten wir sagen, dass sich die intuitive Wahrnehmung außerhalb des Schachbretts befindet. Sie ist aber dennoch real und gültig. Ich habe das schon so oft erlebt, dass ich das ruhigen Gewissens sagen kann.

Zum Schluss sicherheitshalber noch eine Klarstellung: Ich habe überhaupt nichts gegen den Verstand. Wir brauchen ihn für unser Leben und Überleben hier auf der Erde. Er ist ein sehr nützliches, vielleicht sogar unentbehrliches  Hilfsmittel, aber er ist nicht der „Master of the Universe“, als der er manchmal gesehen wird.  Ohne den beratenden Einfluss der Intuition, die eine direkte Verbindung zu den größeren Zusammenhängen hat, kann er sogar zum „Master of Desaster“ werden. Darum brauchen wir beides – Intuition und Verstand.

Wie sehen Sie das? Waren Sie auch schon manchmal in einer Situation, in der Sie etwas einfach wussten, ohne es mit Ihrem Verstand begründen zu können? Oder hat Ihr Verstand sogar gesagt: „Nein, das kann nicht sein!“? Wenn Sie wollen, dann hinterlassen Sie Ihre Erfahrungen als Kommentar im Anschluss an diesen Artikel.

Dann können alle anderen LeserInnen und auch ich davon profitieren.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Intuition

Passend zu diesem Artikel finden Sie hier weiterführende Informationen:
11 | Herz und Verstand
17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress
28 | Eine Frage des Blickwinkels!
29 | Über die Grenze des Messbaren… 1
31 | Mit dem Unerwarteten rechnen

Und als Kontrast:
19 | 1 und Vieles


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20 | Das Leben lässt sich in keine Schublade stecken

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20 | Das Leben lässt sich in keine Schublade stecken

Bild: Vor einer Ziegelwand steht ein Kästchen mit drei Schubladen. Aus der untersten heraus, winkt uns die Puppe "Kermit der Frosch" zu. (Quelle: Pixabay)


Unlängst lag ich einmal um 5:00 Uhr morgens wach im Bett. Ich konnte nicht schlafen…, trotz all meiner Bemühungen. Ich hatte bereits meine energetische Übung gemacht, die sonst immer sehr gut funktioniert und auch noch andere Dinge versucht, aber der Schlaf wollte sich nicht einstellen. Da dachte ich bei mir: „Ja, ja, das Leben ist so wie es ist. Es lässt sich in kein Schema pressen. Es gibt letztendlich kein Patentrezept.“ Natürlich können wir uns auf etwas vorbereiten und uns für manches, was uns bevorstehen könnte, wappnen. Und das ist auch gut so. Wenn wir dann allerdings in der konkreten Situation sind, heißt das noch nicht, dass wir sie auf die gedachte Weise lösen können. Wenn wir in einer Sackgasse stecken, und scheinbar gar nichts mehr geht, dann hilft uns, jedenfalls meiner Erfahrung nach, nur mehr loslassen und Vertrauen in das Leben. Das finde ich persönlich extrem schwierig und herausfordernd. Aber Übung macht ja bekanntlich die Meisterin oder den Meister!

Das lustige ist, dass wir, solange das Leben gut läuft sehr leicht Vertrauen haben können. Da ist auch  das Gefühl da, dass wir alles im Griff haben, und sich schon immer eine Lösung für die verschiedenen Dinge ergeben wird. Der Elchtest kommt dann, wenn die Dinge schwierig werden. Oder wie ein spiritueller Lehrer von mir gerne zu sagen pflegt: „Das Problem kommt, wenn das Problem kommt.“ Dann wird vom Leben alles abgeklopft und abgetestet, was wir bisher gelernt haben und wir fühlen uns mitunter durch die Herausforderung überfordert und ihr nicht gewachsen. Dann hilft uns, wie schon oben gesagt, meiner Meinung nach vor allem das Vertrauen in das Leben selbst weiter… und unsere innere Stimme, die Stimme der Intuition. Wenn wir es schaffen, in unruhigen Zeiten und in der Turbulenz ganz schwieriger Situationen trotzdem in uns hinein zu hören, dann kann uns diese Stimme Lösungen aufzeigen oder Trost spenden.

Die Kehrseite dieser ganzen Sache ist, dass das Leben uns durch seine unerwarteten Schwenke auch im Handumdrehen von Problemen befreien kann, ohne dass wir so recht wissen, wie das eigentlich passiert ist. Hindernisse verschwinden einfach und plötzlich ist etwas möglich, was noch vor ganz kurzer Zeit völlig undenkbar schien. Das ist das Wunder des Lebens!

Es lebe hoch!

 

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31 | Mit dem Unerwarteten rechnen


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11 | Herz und Verstand

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11 | Herz und Verstand

Bild: Ein grüner und ein blauer Kreis überschneiden einander und bilden in der Mitte eine grün-blaue  Schnittmenge, von Clemens Pistauer


Wir brauchen, um hier auf der Erde harmonisch und in Frieden miteinander leben zu können, meiner Meinung nach sowohl unseren Verstand, als auch unser Herz (das Gefühl, unsere Intuition, innere Stimme, …). Wenn wir versuchen, unsere Probleme nur mit unserem Verstand zu lösen, dann gleichen wir einer Person, die versucht, sich nur mit einem Bein fort zu bewegen. Das ist einseitig und außerdem anstrengend. Es könnte sein, dass wir dabei öfters als nötig auf die Nase fallen.

In letzter Zeit habe ich oft darüber nachgedacht, wozu der Verstand eigentlich da ist. Meiner Ansicht nach hilft er uns, Unterscheidungen zu treffen und uns in dieser komplexen Welt voller (scheinbarer?) Widersprüche zurecht zu finden. Er hilft uns, Gesetzmäßigkeiten und Muster in der Natur und unserer Gesellschaft zu erkennen und auch selbst Strukturen, Muster und Systeme zu schaffen. Kurz gesagt: der Verstand ist „Spezialist“ für die Unterscheidung und das Trennende. Die Trennung allerdings, die der Verstand betont und sichtbar macht, besteht meiner Ansicht nach nur an der Oberfläche. In Wirklichkeit sind alle Dinge, Menschen, Tiere, die Erde und unser Sonnensystem eingebettet in etwas sehr Weites und Großes, das unser Verstand in seinem gewöhnlichen Zustand nicht zu fassen vermag. Das heißt aber noch nicht, dass eine solche Einheit nicht doch vorhanden wäre.

Das Gefühl beziehungsweise das „Herz“ kann uns mit der oben erwähnten  Einheit in Verbindung bringen und uns diese Einheit spüren lassen. Auf physischer Ebene offenbart sich für mich diese Einheit zum Beispiel darin, dass wir keine paar Minuten lang überleben könnten, wenn die Dinge tatsächlich alle getrennt voneinander wären. Die Tatsache, dass wir Luft zum Atmen und Nahrung brauchen zeigt, dass alles ständig interagiert und wechselseitige Beziehungen und Abhängigkeiten bestehen.

Erst Herz und Verstand zusammen geben uns die Möglichkeit, in Balance und ausgewogen zu sein. Wahrnehmung mit Hilfe von beiden ergibt das „ganze Bild“. Sie können dazu ein kleines Experiment machen: Probieren Sie einmal aus, sich abwechselnd das rechte beziehungsweise linke Auge zu zuhalten. Dann sehen Sie jeweils aus der Perspektive eines Auges. Aber erst, wenn Sie mit beiden Augen gleichzeitig schauen ist das Bild einerseits weiter und außerdem viel räumlicher. Das heißt, Sie nehmen die Realität viel mehr in die Tiefe gehend und multidimensionaler war. Das Gleiche passiert, wenn wir im täglichen Leben, z.B. beim Treffen von Entscheidungen, unseren Verstand und unser Gefühl einsetzen. Unser Spielraum erweitert sich und wir kommen zu ausgewogeneren und auch im Gesamtkontext stimmigen Ergebnissen.

Sehen Sie das auch so, oder vielleicht ganz anders? Sie können unten einen Kommentar hinterlassen. Ich freue mich sehr über Ihre Meinung, auch wenn sie von meiner abweicht!

Lesen sie hier mehr zum Thema „Herz“ bzw. Intuition

Weitere Artikel zum Thema Intuition in diesem Blog:
01 | Das Ego aus spiritueller Sicht
02 | Geschichte vom Mann, seinem Sohn und dem Pony
04 | "Innsaei" - Ein Filmtipp zum Thema Intuition
17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress
19 | 1 und Vieles
28 | Eine Frage des Blickwinkels!


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