Viewing entries tagged
Themen

22 | Variationen des Lebens

Comment

22 | Variationen des Lebens

Bild: Ein Zweig der Pflanze "Tränendes Herz". Er trägt hintereinander Blüten in nach außen hin abnehmender Größe. Die Blüten sind rosa und weiß, im Hintergrund sieht man grüne Pflanzen.(Quelle: Pixabay)


Die Inspiration zu diesem Artikel lieferte mir eine nächtliche Radiosendung. Vor einiger Zeit war ich spät in der Nacht noch auf. Ich schaltete das Radio ein und hörte ein Stück, das mich faszinierte. Es hatte Passagen, die sehr dynamisch waren, sofort gefolgt von ruhigen Momenten. Soloinstrumente wechselten mit bombastischen Orchesterpartien. An einigen Stellen fühlte ich mich vom Klang her sogar ein wenig an die „Herr der Ringe“-Filme erinnert. Ich war wie gefesselt und nahm mir vor, das Stück unbedingt bis zum Schluss anzuhören, weil ich wissen wollte, von wem es war. Am Ende kam der Titel: „26 Variationen über La Follia di Spagna“, von Antonio Salieri.

Am nächsten Tag hörte ich mir das Stück noch einmal auf YouTube an, um herauszufinden, was mich daran so fasziniert hatte. Unter anderem waren es die wechselnde Dynamik und die unerwarteten Wendungen. Wie bereits oben erwähnt: verspielte Solopartien von Violine oder Harfe wurden von einem gesamten Orchester abgelöst, langsam folgte auf schnell und alles war so unerwartet. Ich dachte mir: „Ja, genau so wie im Leben. Man weiß nie, was als nächstes kommt.“ Zuerst ist es ruhig und friedlich, und von einem Moment auf den andern ändert sich alles, und es kommt  ein „Sturm“. Wenn man dann glaubt, der Sturm kann nicht mehr schlimmer werden, flaut er wie von Zauberhand ab, und es kehrt wieder Ruhe ein.                                                 

Außerdem faszinierte mich, dass sich das Grundthema laufend wiederholte (was natürlich der Sinn einer Variation ist), so ähnlich wie im Leben. Es ist immer neu und anders, aber gewisse Muster tauchen wieder und wieder auf.

Neugierig geworden recherchierte ich ein wenig auf Wikipedia*. Außerdem stolperte ich zufällig über eine Ö1-Radiosendung zum Thema „La Folia“**. Der Begriff bezeichnet sowohl ein melodisch-harmonisches musikalisches Satzmodell als auch Lieder und Tänze aus dem 15. und 16. Jahrhundert aus Spanien und Portugal. Das portugiesische Wort folia könnte man mit „übermütige Ausgelassenheit“ übersetzen. Antonio Salieri schrieb seine 26 Variationen auf das Folia-Thema im Jahr 1815. Da er aus Italien stammte, nannte er sein Werk „La Follia di Spagna“.

Mein Bild von Antonio Salieri war übrigens bisher eher von dem Film Amadeus geprägt, in dem er als der dunkle Gegenspieler von Mozart dargestellt wird. Nach derzeitigem Forschungsstand dürfte dieses Bild aber nicht den Tatsachen entsprechen***.

Gleich unten finden Sie zwei Links auf zwei Interpretationen der 26 Variationen, die mir besonders gut gefallen haben. Ich hoffe, die Länge des Stücks von circa 20 Minuten hält sie nicht davon ab, es sich anzuhören. Ich finde es großartig!

London Mozart Players, Matthias Bamert, sehr schnell und dynamisch
Orchestra Della Filharmonica Nationale Moldavia, Silvano Frontalini, etwas langsamer und getragen

*    Vgl. den Wikipedia-Artikel über “Folia“.
**  “Das ö1 Konzert“, Radiosendung vom 30.4.2018, 14:05 Uhr.
*** Vgl. dazu den Abschnitt „Salieri und Mozart“ im Wikipedia Artikel über Antonio Salieri.

 

Weitere Artikel aus diesem Blog, die sie interessieren könnten:

02 | Geschichte vom Mann, seinem Sohn und dem Pony
08 | Die Katze des Dalai Lama - Buchtipp
19 | 1 und Vieles
20 | Das Leben lässt sich in keine Schublade stecken
26 | Momo - Buchtipps für den Urlaub 3
28 | Eine Frage des Blickwinkels!


Comment

zur Newsletter Anmeldung

17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress

Comment

17 | Eindrücke vom 1. Wiener Intuitions-Kongress

Bild: Ein Tropfen fällt von einem Blatt (Quelle: Pixabay)


Heute möchte ich über die Eindrücke berichten, die ich am 29. und  30. September 2017 vom 1. Wiener Intuitions-Kongress mitgenommen habe. Das Thema Intuition  - unter anderem verstanden als unmittelbare Wahrnehmung oder Eingebung – wurde aus vielen verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Zum Auftakt referierte die Psychologin und Psychotherapeutin Dr. Regina Morgenstrahl (ehem. Obermayr–Breitfuß), die sich seit rund 30 Jahren mit Intuition beschäftigt, über das Wesen der intuitiven Wahrnehmung und ihre Erkennungsmerkmale. Frau Morgenstrahl beschäftigt sich aus wissenschaftlicher Sicht mit dem Thema Intuition. Sie hat ihre Doktorarbeit dazu geschrieben und diese auch in Buchform veröffentlicht.

Im Laufe des ersten Tages gab es u.a. Impulsreferate zu so unterschiedlichen Aspekten, wie zum Beispiel über die Rolle der Intuition in der Bauwirtschaft, der Medizin, der Theologie oder im Billard- Sport. Der österreichische Profi-Billardspieler Andreas Efler berichtete hier sehr anschaulich und humorvoll darüber, wie er dadurch Spitzenleistungen vollbringen konnte, indem er sich dem „Flow“ anvertraute, dem intuitiven Wissen und Können seines Körpers. Sinngemäß sagte er, dass in solchen Momenten nicht „er“ spielt, sondern “es“ spielt.

Sehr eindrücklich und berührend fand ich auch die Referate und Darbietungen aus den Bereichen Bildhauerei und Musik. Dabei spielte z.B. die Musiktherapeutin Katharina Flückiger, auf ganz speziellen und einzigartigen Instrumenten, wie einer „Klangharfe“, einem „Lithophon“ (so ähnlich wie ein Xylophon, nur aus Stein), oder einem speziellen Streichinstrument (Streichpsalter), das sie mit 2 Bögen strich. Die Musik ging mir richtig „durch und durch“, und ich hatte das Gefühl, dass meine Seele davon unmittelbar berührt wurde.

Gegen Ende des ersten Tages gab es dann noch eine Vorführung des Zauberers und Mentalisten, Dino Dorado. Dieser zeigte auf sehr unterhaltsame, aber doch sehr beeindruckende Weise seine telepathischen Fähigkeiten. Beispielsweise forderte er an einer Stelle eine Dame aus dem Publikum auf, an ein Land außerhalb Europas zu denken, und dieses verdeckt aufzuschreiben. Kurze Zeit darauf ließ er eine andere Dame eine Person aus dem Publikum auswählen, sie zeigte auf mich. Als ich aufstand, sagte der „Zauberer“ zu mir: “Denke bitte an ein Land außerhalb Europas, und sage uns das erste, das dir in den Sinn kommt.“ Das tat ich und in meinem Bewusstsein tauchte klar das Wort „Argentinien“ auf, das ich laut aussprach. Dann ließ er die Dame von vorhin ihr Kärtchen herzeigen. Und darauf stand – „Argentinien“. Wenn ich es nicht schon vorher gewusst hätte, dann hätte ich seit diesem Abend wohl keinen Zweifel mehr daran, dass Gedankenlesen und Telepathie ganz reale Phänomene sind.

Am Vormittag des zweiten Tages fanden vertiefende Workshops zu diversen Themen statt. Ich hatte mich für den Workshop „Sinn-Suche und Sinn-Erfüllung“ angemeldet. Dabei bekamen wir einen interessanten Einblick in die Weltanschauung und Lehre des Neurologen und Psychiaters Viktor Frankl, des Begründers der Logotherapie. Laut Frankl kann der „Sinn“ in einer konkreten Lebenssituation durch die Herzensweisheit oder das „Gewissen“ intuitiv erfasst werden. Besonders beeindruckte mich die Persönlichkeit von Viktor Frankl, der, obwohl er in der Zeit des zweiten Weltkrieges den Aufenthalt in vier Konzentrationslagern überlebte und seine gesamte Familie verlor, trotzdem niemals aufhörte dem Leben mit einer bejahenden Einstellung gegenüber zu stehen.

Am Nachmittag des 2. Tages kamen schließlich neben weiteren Impulsen zu den Themen Intuition im Bereich Raumpflege und Mediation auch noch einige TeilnehmerInnen des Kongresses zu Wort und berichteten über ihre ganz persönlichen intuitiven Erlebnisse.

Übrigens, der Sender ARD-alpha hat vor einigen Jahren eine 13-teilige Dokumentation mit dem Titel „Auf den Spuren der Intuition“ produziert. Der Gestalter dieser Sendereihe Thomas Gonschior, war ebenfalls als Referent auf dem Kongress.

Die Dokumentation kann in der Mediathek von ARD-alpha online angeschaut werden. Hier der Link:
http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/auf-den-spuren-der-intuition/index.html

Im Rückblick kann ich sagen, dass sich der Besuch des Kongresses hundertprozentig ausgezahlt hat. Die Themen waren interessant und vielfältig, die ReferentInnen hochkarätig. Neben viel Information konnte man sich auch eine gute Portion der harmonischen Stimmung mitnehmen, die an beiden Kongresstagen sehr intensiv spürbar war.

Hier auch noch der Link zur offiziellen Seite des Intuitionskongresses. Dort können Sie alle Details zum Programm, den ReferentInnen und InitiatorInnen nachlesen:
https://kongress-intuition.com/

Weitere Artikel betreffend das Thema Intuition in diesem Blog:
01 | Das Ego aus spiritueller Sicht
04 | "Innsaei" - Ein Filmtipp zum Thema Intuition
11 | Herz und Verstand
18 | Vom Wert der Geduld (mit praktischer Übung)
21 | Über die Grenze des Schachbretts
26 | Momo - Buchtipps für den Urlaub 3


Comment

zur Newsletter Anmeldung

15 | Warum ich an diesem Blog schreibe

Comment

15 | Warum ich an diesem Blog schreibe

Bild: Eine Sonnenblume streckt ihren Kopf dem Himmel entgegen, Quelle: Pixabay


So, nun ist es knapp über ein Jahr her, dass ich begonnen habe, an diesem Blog zu schreiben. Ein guter Moment, zurück zu schauen und Ihnen zu erzählen, warum ich das eigentlich mache.

Der unmittelbare Anlass dafür war recht pragmatisch.
Ich suchte nach einer zusätzlichen Möglichkeit, die Besucher-Frequenz auf meiner Website zu erhöhen und so noch mehr Menschen für meine energetisch-spirituelle Arbeit zu interessieren. Meine Schwägerin, die im Bereich Marketing tätig ist, gab mir den Tipp mit einem Blog zu beginnen. Als ich den Entschluss einmal gefasst hatte, begann ich zu überlegen, worüber genau ich schreiben wollte. Als erstes Thema kam mir das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele in den Sinn. Damit hatte ich mich schon längere Zeit beschäftigt, und das schien mir ein guter Startpunkt zu sein. Aus diesem ersten Artikel zog ich dann schon wertvolle Lehren. Er war nämlich etwas lang geraten und manche LeserInnen sagten auch, dass sie ihn recht kompliziert fänden. „Na gut“, dachte ich mir, „dann wird der nächste Beitrag eben kürzer und leichter verdaulich.“

Danach hantelte ich mich von Monat zu Monat vor und es begann mir immer mehr Spaß zu machen. Es fielen mir immer neue Themen ein, zu denen ich gerne schreiben wollte. Oft fließen die Artikel sehr locker heraus, aber fast genauso oft kommt es vor, dass ich an einem Beitrag einige Wochen feile, bis ich ihn gut genug finde. Der Artikel ist dann auf meiner Festplatte geparkt und ab und zu öffne ich ihn und schreibe oder korrigiere ein wenig, dann passiert wieder einige Tage oder Wochen gar nichts.

Was möchte ich nun mit dem Blog erreichen?
Einerseits ist es mir ein Anliegen, Ihnen spirituelle und energetische Themen in möglichst leicht verständlichen Worten und alltagstauglich näher zu bringen, also sozusagen in „leicht verdaulichen Happen“. Außerdem möchte ich als Energetiker versuchen, Ihnen nahe zu bringen, wie ich und meine KollegInnen arbeiten. Ich möchte Ihnen einen Eindruck vermitteln was ich tue und was dahinter steht. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ein ganzheitlicher und spiritueller Blickwinkel in unserem hektischen Alltagsleben etwas zu kurz kommt.

Natürlich ist alles, was ich in den einzelnen Beiträgen schreibe, meine ganz persönliche Meinung. Ich erhebe nicht den Anspruch, mit dem was ich schreibe, „Recht zu haben“. Vielleicht sehen Sie ja vieles ganz anders. Mit manchen Dingen möchte ich einfach nur auch einen neuen Blickwinkel auf ein schon bekanntes Thema werfen.

Ich freue mich immer über ihre Reaktionen und Kommentare (natürlich auch kritischer Art!). Unterhalb von jedem Blog-Beitrag können Kommentare hinterlassen werden. Vielleicht entsteht ja bei manchen Beiträgen auch eine Diskussion.

Zum Schluss möchte ich eine Erkenntnis mit Ihnen teilen, die Ihnen ohnehin vielleicht schon bewusster ist als mir. Was ich wirklich faszinierend finde, ist der Umstand, dass sich die Dinge laufend ändern.  Muster von Ereignissen und Verhaltensweisen wiederholen sich, aber dennoch ist jede Situation, jeder Moment für sich denke ich einzigartig und neu. Für mich bedeutet das Potential. Ich habe – jedenfalls theoretisch und wenn es mir in dem konkreten Moment einfällt – die Möglichkeit, eine neue Entscheidung zu treffen. Das braucht jetzt gar nicht unbedingt eine Entscheidung zu sein, auf die eine körperliche Handlung folgt. Vielleicht bedeutet die Entscheidung einfach, versuchsweise einen anderen Blickwinkel auf eine Situation oder ein „Problem“ einzunehmen, oder mehrere Blickwinkel hintereinander und dann zu spüren, welcher dieser Blickwinkel sich am „stimmigsten“ anfühlt.

Liebe Grüße für heute!
Clemens Pistauer

Weitere Artikel die Sie interessieren könnten:
01 | Das Ego aus spiritueller Sicht
06 | Der Berg und die Dörfer
10 | Was macht ein Energetiker eigentlich?
11 | Herz und Verstand
13 | So nah und doch so weit... - energetische Arbeit aus der Ferne
24 | Stein und Flöte - Buchtipps für den Urlaub 2


Comment

zur Newsletter Anmeldung