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15 | Warum ich an diesem Blog schreibe

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15 | Warum ich an diesem Blog schreibe

Bild: Eine Sonnenblume streckt ihren Kopf dem Himmel entgegen, Quelle: Pixabay


So, nun ist es knapp über ein Jahr her, dass ich begonnen habe, an diesem Blog zu schreiben. Ein guter Moment, zurück zu schauen und Ihnen zu erzählen, warum ich das eigentlich mache.

Der unmittelbare Anlass dafür war recht pragmatisch.
Ich suchte nach einer zusätzlichen Möglichkeit, die Besucher-Frequenz auf meiner Website zu erhöhen und so noch mehr Menschen für meine energetisch-spirituelle Arbeit zu interessieren. Meine Schwägerin, die im Bereich Marketing tätig ist, gab mir den Tipp mit einem Blog zu beginnen. Als ich den Entschluss einmal gefasst hatte, begann ich zu überlegen, worüber genau ich schreiben wollte. Als erstes Thema kam mir das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele in den Sinn. Damit hatte ich mich schon längere Zeit beschäftigt, und das schien mir ein guter Startpunkt zu sein. Aus diesem ersten Artikel zog ich dann schon wertvolle Lehren. Er war nämlich etwas lang geraten und manche LeserInnen sagten auch, dass sie ihn recht kompliziert fänden. „Na gut“, dachte ich mir, „dann wird der nächste Beitrag eben kürzer und leichter verdaulich.“

Danach hantelte ich mich von Monat zu Monat vor und es begann mir immer mehr Spaß zu machen. Es fielen mir immer neue Themen ein, zu denen ich gerne schreiben wollte. Oft fließen die Artikel sehr locker heraus, aber fast genauso oft kommt es vor, dass ich an einem Beitrag einige Wochen feile, bis ich ihn gut genug finde. Der Artikel ist dann auf meiner Festplatte geparkt und ab und zu öffne ich ihn und schreibe oder korrigiere ein wenig, dann passiert wieder einige Tage oder Wochen gar nichts.

Was möchte ich nun mit dem Blog erreichen?
Einerseits ist es mir ein Anliegen, Ihnen spirituelle und energetische Themen in möglichst leicht verständlichen Worten und alltagstauglich zu vermitteln, also sozusagen in „leicht verdaulichen Happen“. Außerdem möchte ich als Energetiker versuchen, Ihnen nahe zu bringen, wie ich und meine KollegInnen arbeiten. Ich möchte Ihnen eine Eindruck vermitteln was ich tue und was dahinter steht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein ganzheitlicher und spiritueller Blickwinkel in unserem hektischen Alltagsleben etwas zu kurz kommt.

Natürlich ist alles, was ich in den einzelnen Beiträgen schreibe, meine ganz persönliche Meinung. Ich erhebe nicht den Anspruch, mit dem was ich schreibe, „Recht zu haben“. Vielleicht sehen Sie ja vieles ganz anders. Mit manchen Dingen möchte ich einfach nur auch einen neuen Blickwinkel auf ein schon bekanntes Thema werfen.

Ich freue mich immer über ihre Reaktionen und Kommentare (natürlich auch kritischer Art!). Unterhalb von jedem Blog-Beitrag können Kommentare hinterlassen werden. Vielleicht entsteht ja bei manchen Beiträgen auch eine Diskussion.

Zum Schluss möchte ich eine Erkenntnis mit Ihnen teilen, die Ihnen ohnehin vielleicht schon bewusster ist als mir. Was ich wirklich faszinierend finde, ist der Umstand, dass sich die Dinge laufend ändern.  Muster von Ereignissen und Verhaltensweisen wiederholen sich, aber dennoch ist jede Situation, jeder Moment für sich denke ich einzigartig und neu. Für mich bedeutet das Potential. Ich habe – jedenfalls theoretisch und wenn es mir in dem konkreten Moment einfällt – die Möglichkeit, eine neue Entscheidung zu treffen. Das braucht jetzt gar nicht unbedingt eine Entscheidung zu sein, auf die eine körperliche Handlung folgt. Vielleicht bedeutet die Entscheidung einfach, versuchsweise einen anderen Blickwinkel auf eine Situation oder ein „Problem“ einzunehmen, oder mehrere Blickwinkel hintereinander und dann zu spüren, welcher dieser Blickwinkel sich am „stimmigsten“ anfühlt.

Liebe Grüße für heute!
Clemens Pistauer

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02 | Geschichte vom Mann, seinem Sohn und dem Pony

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02 | Geschichte vom Mann, seinem Sohn und dem Pony

Bild: Yin-Yang-Symbol in schwarz/weiß. An der Grenzlinie der "Welle" sind abwechselnd nach oben und unten zeigend Fragezeichen aneinandergereiht. (Quelle: pixabay)


Auf meinen vorherigen Eintrag „Das Ego aus spiritueller Sicht“ erhielt ich unter anderem die Rückmeldung, dass meine Ausführungen recht „kompliziert“ und nicht gerade leichte Kost waren. Das kann ich schon nachvollziehen. Daher hier zur Abwechslung und Illustration der Rollen von Seele und Ego (Persönlichkeit) eine kleine Geschichte:

Es war einmal ein Mann, der hatte einen Sohn. Sie besaßen auch ein Pony, das sie sehr liebten. Eines Tages lief das Pony weg und war nicht mehr auffindbar. Der Nachbar des Mannes kam herbei und rief aus: „Das ist ja schrecklich! Was für ein Verlust.“

Der Mann blieb allerdings ruhig und antwortete: „Es ist noch nicht vorbei.“ 2 Tage später kehrte das Pony unerwartet zurück und brachte auch noch ein wunderschönes weißes Pferd mit. Der Nachbar freute sich und sagte: „Oh, was für ein Glücksfall! Jetzt habt ihr nicht nur ein Pony, sondern auch noch ein schönes weißes Pferd dazu.“ Der Mann blieb aber wieder völlig ruhig und sagte nur: „Es ist noch nicht vorbei.“

Einige Tage darauf versuchte der Sohn des Mannes auf dem neuen weißen Pferd zu reiten. Er fiel jedoch herunter und brach sich ein Bein. Der Nachbar sah das, kam herüber gelaufen und rief: „Ojeh, was für ein Unglück! Jetzt habt ihr dieses schöne neue Pferd und da muss so etwas passieren. Wer wird dir jetzt bei der Arbeit helfen, wenn dein Sohn verletzt ist?“ Der Mann blieb auch diesmal ruhig und antwortete: „Es ist noch nicht vorbei.“

Tags darauf kam die Armee ins Dorf, um alle wehrfähigen jungen Männer für den Kriegsdienst einzuziehen. Als die Soldaten jedoch das gebrochene Bein des jungen Mannes sahen, ließen sie ihn zurück. Der Nachbar jubelte: „Was für ein Riesenglück, dass dein Sohn sich gestern das Bein gebrochen hat, sonst hätten sie ihn mitgenommen. Du musst überglücklich sein!“ Doch der Mann blieb wie immer ruhig und meinte nur: „Es ist nie vorbei.“*

In dieser Geschichte steht der Mann für unsere Seele, der aufgeregte Nachbar für unser Ego. Es lässt sich sehr stark von den momentanen Umständen beeindrucken. Die Seele nimmt die „Aufs“ und „Abs“ des Lebens viel gelassener, weil sie weiß, dass es in erster Linie um die Erfahrung geht und dass man nie genau wissen kann, wozu ein Ereignis gut ist.

Wenn wir es schaffen ruhig zu bleiben und in uns hineinspüren, können wir auch beim Auftreten unerwarteter Umstände oder in Zeiten von Ungewissheit oder Unsicherheit intuitiv feststellen, wie die Lage gerade ist. Die Kunst besteht nur darin, in der konkreten stressigen oder überraschenden Situation daran zu denken und es zu tun, wie ich aus eigener Erfahrung nur allzu gut weiß (nämlich anhand aller Situationen, in denen ich dann doch wieder ganz darauf vergessen habe).
Erfahren Sie hier mehr zum Thema Intuition

*Diese Geschichte habe ich leicht abgewandelt übernommen aus dem Buch „Feuer im Herzen“ von Deepak Chopra.

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